Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Hilfe–meine Datei ist zu groß: Die Versionsverwaltung


In der Baustatik gibt es eine Versionsverwaltung. Die ist dafür da, damit man immer auf ältere Versionen eines Dokumentes zurückgreifen kann, ohne das man dafür extra eine separate Datei anlegen muss. Will man also auf die “Version von Sonntag mit Holz”, dann muss man nicht auf der Festplatte nach der Datei “Version_von_Sonntag_mit_Holz.S03” suchen, sondern man öffnet einfach die Versionsverwaltung und lädt diese Version.

Man muss diese “Versionen” auch nicht “extra” speichern: Sobald die Versionsverwaltung aktiviert ist, bekommt man jedes mal wenn man das aktuelle Dokument speichert auch eine neue Version.

Weil die Versionsverwaltung Features von Windows benutzt, die unter XP nicht verfügbar sind, muss man diese extra einschalten. (Sobald wir XP nicht mehr unterstützen wird diese Option von Haus aus eingeschaltet sein – bzw.: es wird die Option zum ausschalten nicht mehr geben…):

Man findet die Option zum einschalten der Versionsverwaltung bei den Optionen unter dem Begriff: “Eingabedatei im komprimiertem …”. (Die Bezeichnung enthält den Text Versionsverwaltung absichtlich nicht, denn diese Option tut noch mehr, als nur die Versionsverwaltung einzuschalten.)

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Bei eingeschaltete Versionsverwaltung landen alle Versionen des Dokumentes in der gleichen Datei: Wenn man also die aktuelle Eingabedatei auf einen anderen Rechner kopiert, dann kopiert man automatisch auch alle alten Versionen davon mit. Praktische Sache.

Das führt natürlich dazu, das die Dateien etwas größer werden, als sie unbedingt sein müssten. Allerdings nicht so viel größer, das man sich Sorgen machen müssten, denn intern werden die Daten auch noch komprimiert. Trotzdem: Die Dateien wachsen schneller, als ohne die Versionsverwaltung. Nun sind auch große Dateien im allgemeinen kein Problem – allerdings mit einer Ausnahme, und das ist der Versand per eMail. Grund: Viele eMail-Provider schränken die maximal Größe von eMails künstlich ein, oft kann man keine Mails mit mehr als 10 MB im Anhang versenden. (Tipp: Suchen Sie sich in einem solchen Fall besser einen anderen Provider Smiley. Unabhängig davon empfehle ich in einem solchen Fall die Verwendung von OneDrive und eine Freigabe der Datei per Mail… )

Will man die Datei nun einfach nur kleiner bekommen, gibt es 2 Möglichkeiten:

a) Die brachiale Methode
b) Die Methode ab dem nächsten Update

Bei der brachialen Methode müssen Sie folgendes tun:

  • Datei im Explorer in .ZIP umbenennen (Es handelt sich nämlich in Wirklichkeit um ZIP-Archive)
  • ZIP-Datei öffnen
  • Datei mit der größten Nummer rauskopieren und im Explorer mit der “richtigen” Dateierweiterung versehen
  • Fertig

Ab dem nächsten Update geht das auch eleganter: Sie öffnen dann das Fenster, mit dem Sie bisher eine alte Version landen konnten: Das hat dann einen zusätzlichen Button “entfernen” – und man kann dann auch mehrere Versionen auswählen. Man kann sich denken was passiert: Der “entfernen” Button löscht alle ausgewählten Versionen aus der Datei (die “aktuelle” kann man nicht löschen”") – und die Datei wird entsprechend kleiner.


Betriebssysteme: Wer ein Update braucht


Auf Basis der aktuellen Daten verwenden nur noch unter 5% unserer Kunden eine Windows-Version, die wir vermutlich im Laufe des nächsten Jahres nicht länger unterstützen werden: Die “Ferien” bis zum 6. Januar wäre da natürlich eine gute Gelegenheit, die eigene Windows-Kopie auf den aktuellen Stand zu bringen.

Zunächst stellt sich aber natürlich die Frage: Warum werden wir den Support für einige Windows-Versionen einstellen, und welche Auswirkungen hat das?

Das warum ist eigentlich einfach erklärt: Die von uns zum entwickeln der Baustatik verwendeten Programme werden natürlich auch weiterentwickelt, und im Zuge dieser Entwicklung werden alte oder sehr alte Versionen von Windows von diesen Tools nicht mehr unterstützt. Wenn wir also auf dem neuesten Stand – oder zumindest in der Nähe davon – bleiben wollen, dann müssen wir auch die mehr oder weniger aktuellsten Versionen dieser Programme einsetzen: Das führt dazu, das ganz automatisch ältere Windows-Versionen “rausfallen”.

Die Auswirkungen davon sind dann aber nicht so, das man gar nicht mehr arbeiten kann, nur weil man ein “altes” Windows einsetzt: Man wird dann ab irgend einem Zeitpunkt nur keine Updates von uns mehr installieren können. Was natürlich schade ist, weil wir ja bekanntlich oft Updates veröffentlichen, und da auch immer viele neue Funktionen drin sind.

Im wesentlichen sind wir also an die Unterstützung gebunden, die uns durch unsere Tools vorgegeben sind, und das hat folgende Konsequenzen für notwendige Updates:

Wenn Sie Windows XP verwenden: Es geht kein Weg dran vorbei: Sie brauchen ein neues Windows. Windows XP an sich wird dann nicht länger von uns unterstützt. (Das betrifft ca. 3% aller Kunden bzw. Anwender.)

Wenn Sie Windows Vista verwenden: Sie müssen auf Vista SP2 updaten. Das Update ist kostenlos und kann hier bei Microsoft runtergeladen werden. (Das betriff weniger als 0.2 % aller Kunden bzw. Anwender.)

Wenn Sie Windows 7 verwenden: Sie müssen auf Windows 7 SP1 updaten: Das Update ist kostenlos und kann hier bei Microsoft runtergeladen werden. (Das betrifft weniger als 0.2 % aller Kunden bzw. Anwender.)

Wenn sie Windows 8 verwenden: Sie müssen gar nichts tun. Ich empfehle aber das kostenlose Update auf Windows 8.1.

Wie an anderer Stelle schon erwähnt haben wir keinen konkreten Zeitplan für die Umstellung – ich wollte nur nochmal daran erinnern, das die auf jeden Fall kommen wird, weil die vor uns liegende ruhige Zeit ein günstiger Zeitpunkt fürs updaten ist.


So legt man einen Autostart-Eintrag unter Windows 8(.1) an


Programme die sich im “Autostart” Teil des Start-Menüs befinden, werden von Windows bei der Anmeldung eines Benutzers automatisch gestartet. Dabei gibt es eine Sektion die für einen bestimmten Benutzer zuständig ist (Programme werden nur dann automatisch gestartet, wenn sich dieser Benutzer anmeldet) und eine, die für alle Benutzer zuständig sind (Programme werden automatisch gestartet, egal welcher Benutzer sich anmeldet.).

Das ist eine praktische Sache – oder war es bis Windows 7: Denn bei Windows 8 gibt es das Startmenü nicht mehr, und damit auch keinen einfachen Zugriff auf den Autostart-Ordner.

Was als tun, wenn man bei Windows 8.1 ein Programm(verknüpfung) im Autostart-Ordner anlegen will? Man tut folgendes….

1.) Für “alle” Benutzer

Man drückt die Windows-Taste und “R”. Das öffnet den “Ausführen” Dialog.(Den kann man im Desktop auf öffnen, indem man mit der rechten Maustaste auf das Windows-Symbol klickt, und dann “ausführen” auswählt.). Dort tippt man ein: “shell:common startup”. Das öffnet den benötigten Ordner, und dort legt man dann die Verknüpfung an.

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2.) Für ein bestimmten Benutzer

Der gesuchte Ordner befindet sich unter c:\Users\BENUTZERNAME\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Programs\Startup


Kleiner Nachtrag für zu kleine Schrift


Im Beitrag ‘Hilfe – die Schrift am Monitor ist zu klein’ habe ich für die “aktuellen” Windows-Versionen aufgelistet, welche der Einstellungen man verwenden kann, um für die Baustatik vernünftige Ergebnisse bei der Schriftgröße der Windows-Texte wie zum Beispiel in Menüs zu erhalten.

Eine zusätzliche Information fehlte aber: Unter Windows 7 kann es einem passieren, das die Option “Windows XP Style verwenden” eingeschaltet ist, aber nicht ausgeschaltet werden kann: In diesem Fall ist die eingeschaltete Option ausgegraut.

Das passiert dann, wenn man bei den Einstellungen fürs Aussehen den “XP-Stil” namens “Windows classic” verwendet hat: In diesem Fall ist eben “alles” XP-Stil, und darum ist die Option dann eingeschaltet – und man kann sie auch nicht ausschalten. Damit die Sache klappt muss man eine andere Stilart wählen. Dazu: Rechtsklick auf den Desktop –> Anpassen –> eine “Aero Stilart” wählen. (Dann ändern sich schon mal die Fensterrahmen). Danach zur Option gehen, diese ausschalten und “Übernehmen” drücken. Dann einmal ab- und wieder anmelden: Jetzt klappts auch mit der größeren Schriftgröße.


Hilfe–die Schrift am Monitor ist zu klein


… und darum kann ich die Menüs und Fensterbeschriftungen nicht lesen: Ein typisches Problem.

Das resultiert meist daraus, das eine Graphikkarte mit extrem hoher Auflösung auf einem dafür eigentlich zu kleinen Monitor eingesetzt wird. Nachdem die Schriftgrößen von Menus und Fenster (vereinfacht ausgedrückt) in Pixeln angegeben werden, werden die Schriften immer kleiner, je höher die Auflösung wird. Wenn also mit zunehmender Auflösung nicht auch die Monitor-Fläche größer wird, dann führt das unweigerlich dazu, das man die Schriften nicht mehr lesen kann.

Man kann sich aber behelfen, indem man Windows anweist, bestimmte Elemente in eine andere Größe zu skalieren. Das geht dummerweise bei jeder Version von Windows seit XP anders – und auch die von Windows angewendeten zugrunde liegenden Mechanismen sind unterschiedlich. Die Baustatik unterstützt auch nur einen der Mechanismen, und wie man den “richtig” einschaltet – so, das es eben mit der Baustatik geht – beschreiben ich an dieser Stelle.

1.) Bei Windows XP.

Da kann man das irgendwo in den Einstellungen für die Graphikkarte einstellen – ich weiss nicht genau wo, aber das spielt auch keine Rolle, weil die Baustatik die Skalierung von Windows XP NICHT unterstützt. Das Programm läuft natürlich auch wenn das eingeschaltet ist, man bekommt aber “interessante” Fenster-Layout, mit denen sich nicht besonders gut arbeiten lässt. Hier hilft es nichts: Wenn man die Schrift größer haben will – und die Baustatik funktionieren soll – dann dar man nicht die Schrift skalieren, sondern man muss die Auflösung runtersetzen.

2.) Bei Windows 7 (und, ich glaube, Windows Vista)

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Man stellt die Textgröße in der Systemsteuerung ein (Abbildung leider nur auf englisch, das Fenster erkennt man aber sicher auch wieder, wenn man deutschen Text verwendet.) Hier gibt es die Einstellung 100%, 125% und 150%. Die Baustatik kommt mit allen 3 Einstellungen klar.

ABER: Bei Windows 7 gibt es noch eine weitere Variante die man erreicht wenn man auf “Set Custom Text Size (DPI)” klickt.

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Klickt man da drauf, dann öffnet sich dieses Fenster:

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Mit diesem Fenster kann man auch andere Faktoren als 125 oder 150% einstellen. Außerdem gibt es da die Option “Use Windows XP style DPI scaling”. Wenn man diese Option einschaltet, dann skaliert Windows 7 die Schriften so, wie XP das zuvor getan hat. Ergebnis: Klappt bei der Baustatik nicht, und man bekommt wieder “interessantes” Fenster-Layout: Die Option muss also ausgeschaltet bleiben – dann geht’s.

3.) Bei Windows 8(.1)

Hier gibt es nur noch eine Variante, mit der man die Skalierung einstellen kann:

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Auch diese wird von der Baustatik unterstützt und auch bei großen Schriften haben alle Fenster das richtige Layout.


Proxy Authentication Required–was bedeutet das


Die Baustatik “spricht” bei verschiedenen Gelegenheiten mit unserem Internetserver. Das passiert zum Beispiel, wenn die Demoversionen nach eine Lizenz suchen, oder auch, wenn das Programm nach Updates sucht. Wenn die Kommunikation fehlschlägt wird das in den meisten Fällen einfach ignoriert – es gibt dann eben zum Beispiel keine Meldung darüber, das neue Updates vorliegen.

In interaktiven Szenarien ist das aber anders: Wenn man beispielsweise versucht eine Datei zu versenden, und das schlug fehl, dann wird der “intern” aufgetretene Fehler angezeigt. Und ein solcher Fehler lautet:

“The request failed with HTTP status 407: Proxy Authentication required”.

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Das bedeutet im wesentlichen, das zwischen dem Rechner mit der Fehlermeldung und dem Internet ein Proxy-Server sitzt, und dieser Proxy-Server lässt die Baustatik nicht ohne Benutzername und Passwort ins Internet. Diese Daten kennt die Baustatik natürlich nicht – woher sollte sie auch. Aus diesem Grund können wir auch nicht viel dagegen unternehmen: Nicht nur die Baustatik, sondern viele Programme die per HTTP mit anderen Rechnern im Internet kommunizieren haben dann genau dieses Problem. Die eigentlich richtige Lösung dafür ist, denjenigen zu suchen, der am Arbeitsplatz den Proxy-Server eingerichtet hat und ihn zu bitten, der Baustatik den Internetzugang zu gewähren.

Es gibt aber auch eine einfachere Lösung – die zwar nicht immer, aber oft funktioniert: Man kann der Baustatik sagen, das sie in solchen Fällen versuchen soll, die “Default” Account-Daten zu verwenden. Das sind die Daten, die zum Beispiel auch der Internet Explorer verwendet. Diese Lösung muss wie gesagt nicht funktionieren – aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Dazu tut man folgendes:

- Man sucht die Datei “baustatik.exe.config”, die sich im gleichen Ordner wie die baustatik.exe selbst befindet – das ist im Order “C:\Program Files (x86)\D.I.E. Software GmbH\Baustatik\runtime\xfalt\bin”. Die Datei öffnet man mit Notepad und trägt folgendes im Bereich “configuration” zusätzlich ein:

<system.net>
   
<defaultProxy useDefaultCredentials="true" />
</system.net>

Wie gesagt: Muss nicht gehen, kann aber … – ansonsten bleibt nur der Gang zum Proxy-Administrator.


One Windows: Eine kurze Klarstellung


Kurz nach einer gestrigen Äußerung von Microsoft-Chef Nadella schlug es in der Presse ein wie eine Bombe: Demnächst wird es nur noch eine Version von Windows geben, die auf allen Geräten in allen Größen gleich ist. Die Baustatik kann man dann also auch auf der XBox und dem Phone betreiben. Und auf RT-Tabletts.

Das ist natürlich totaler Blödsinn. Unter gar keinen Umständen werden die gleichen Binaries auf einem Windows-Phone, dem Desktop, einem Windows-Tablett und der XBox laufen. Tatsächlich geht es um was “ähnliches”, und zwar um das hier:

  • Es gibt nur noch ein Team, das an allen Geschmacksrichtungen von Windows arbeitet: Also an den Betriebssystemen für Desktop, Tablett, Phone und XBox. Das ist aber nichts neues – dieses Team gibt es schon seit Juli letzten Jahres.
  • Es soll nur noch einen gemeinsamen Kern für alle Systeme geben: Die verwenden davon aber nur die Komponenten, die für ein gegebenes Ziel-System sinn machen. (Z.b.: Kein Maus-Input beim Phone, kein Touch bei der XBox….). Das ist auch nichts neues: Es handelt sich um den NT Kernel, und der wird so schon seit 2012 verwendet.
  • Ein vereinheitlichter Store, in dem der Windows-Store und der Phone-Store und der XBox-Store drin steckt. (Gibt es zur Zeit noch nicht: Vermutlich wird der Nachfolger von Windows 8 zumindest den Store vom Phone und normalen Windows zusammenfassen.)

Also nix mit: Es gibt nur noch eine Geschmacksrichtung von Windows, die man einfach auf beliebigen Geräten installieren kann.

Nur mal so zur Klarstellung … Smiley


Windows 8.1–so kommt das Update


Aufgrund der Telemetriedaten, die wir über die in die Baustatik eingebaute Funktion für automatische Updates erhalten, ist mir vor kurzem etwas interessantes aufgefallen: Es gibt schon eine ganze Reihe an Anwendern, die mit Windows 8 arbeiten – aber kein einziger arbeitet mit Windows 8.1.

Das ist darum erstaunlich, weil praktisch alle unsere Kunden mit der Baustatik auf einem Desktop-PC arbeiten – und Windows 8.1 wirklich viel besser mit Desktops funktioniert, als die ursprüngliche 8er Version. Obendrein: Das Update auf 8.1 ist kostenlos.

Ich vermute das der Grund dafür der ist, das das Update von 8 auf 8.1 nicht automatisch eingespielt wird: Man muss es manuell über den Windows-Store herunterladen. Wer den Store noch nie gesehen hat – und auch das wird bei den meisten unsere Anwender der Fall sein – der kann aber auch auf eine ganz normale Webseite gehen, und von dort per Link in den richtigen Bereich des Stores kommen. Und diese Webseite ist hier.

Ich empfehle: Webseite besuchen, auf den passenden Update-Link klicken, und das Update auf 8.1 installieren… Smiley


Das Ende von XP


Seit gestern gibt es für Windows XP keinen Support mehr. (Das gilt übrigens auch für den IE6 und Office 2003). Das hat verschiedene Implikationen – in erster Linie solche, die die Betriebssicherheit von Rechnern betrifft, die noch immer dieses System einsetzen.

Im Fall von D.I.E. ist es so, das noch circa 10 Prozent der Anwender der Baustatik mit XP SP3 arbeiten. Es wäre aber eine wirklich gute Idee, damit aufzuhören und ein moderneres System zu verwenden.

Von Tim Rains gibt es dazu einen recht umfassenden Artikel, der die Probleme und Wege für den Wechsel aufzeigt. Zu lesen im TechnetBlog.


Digital signiert. Aha–und jetzt?


Ich hatte gestern berichtet, das unsere ausführbaren Dateien ab dem nächsten Update mit digitalen Signaturen ausgestattet sind. Dabei stellt sich natürlich die Frage: Was ist denn so eine digitale Signatur, und wofür ist die eigentlich gut?

Das will ich hier nun beantworten, zumindest will ich das versuchen, denn die Sache ist nicht ganz einfach.

Der Hintergrund von digitalen Signaturen liegt bei Dateien, insbesondere ausführbaren, die man aus dem Internet herunterladen kann. Dazu zählt zum Beispiel auch unserer Software, die man entweder manuell aus dem Download-Bereich unserer Webseite runterladen kann, oder aber die per automatische Updates vom Programm selbst heruntergeladen wird.

(Wer sich ein bisschen Mühe gibt, kann unsere Software auch von diversen Raubkopierer-Seiten herunterladen, wobei es aber meines Ermessens einfacher ist, die kostenlose Hochschulversion einfach von uns direkt zu beziehen Smiley )

Jedenfalls ist es so, das man so eine Datei runterlädt, und dann möglicherweise irgendwo hin kopiert – und irgendwann weiss man nicht mehr, woher ein gegebenes Programm kommt. Diesem Umstand machen sich nicht zuletzt die Autoren von Schadsoftware zu Nutzen: Entweder, sie nehmen ein völlig unschuldiges Programm wie die Baustatik, pflanzen darin Ihren Schadcode ein, und verteilen das ganze dann. In dem Fall hat man eine “richtig” aussehende Software, die sich möglicherweise auch “normal” verhält – nur eben mit einem Zusatz an Schadcode versehen ist.

Oder ab, die nehmen direkt das Schadprogramm und nennen es wie ein “bekanntes, richtiges”  - zum Beispiel eben “Baustatik.exe” – und verteilen das dann.

In beiden Fällen hat man, wenn man diese Software dann startet, ein Problem – und zwar eines das man realistischer weise nicht loswird, ohne den Rechner neu zu formatieren und zu installieren.

Diesem Umstand sollen digitale Signaturen abhelfen – oder dabei zumindest assistieren. So eine Signatur tut im Wesentlichen zwei Dinge:

  • Sie stellt sicher, das das Programm auch tatsächlich von dem Hersteller stammt, der in der Signatur steht.
  • Sie stellt sicher, das ein gegebenes Programm nicht verändert werden kann, ohne das dies vom Betriebssystem bemerkt werden kann – und dann die Ausführung unterbindet.

Wenn also eine ausführbare Datei ein digitales Zertifikat enthält (ob das so ist, kann man über den “Eigenschaften” Dialog überprüfen), dann stammt diese Kopie der Datei auch sicher von der Institution, die im Zertifikat angegeben ist.

Weil das Zertifikat unter anderem auch eine “Checksumme” des Programmcodes enthält, die nur mit dem geheimen Schlüssel des Verwenders des Zertifikats hergestellt werden kann, kann das Programm auch nicht mehr verändert werden, nachdem es signiert wurde: Der Befall durch Schadsoftware wird also deutlich verringert.

Der Autor der Schadsoftware ist zwar in der Lage das Programm zu verändern – nur muss er es danach nochmal signieren: Er hat aber den geheimen Teil des Zertifikats nicht, und muss darum ein anderes Zertifikat verwenden. Hinterher steht in unserem Fall eben nicht mehr die “DIE Software” als Herausgeber im Programm.




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