Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

Welche Hardware braucht man


Ich habe schön länger keine Hardware-Referenz veröffentlicht, und weil heute ein Nachfrage kam, hier ein paar Komponenten, mit denen man einen prima Rechner für die Nutzung der Baustatik bauen kann. (Wenn man die nicht selbst baut, kann man diese Referenz auf jeden Fall zum Abgleich mit einem Komplettsystem verwenden…)

Alle angegebenen Preise sind ungefähre Netto-Hardware-Preise. (“Hardware-Preise” bedeutet: Da ist nichts drin enthalten was ein Dienstleister noch am Zusammenbau verdienen sollte. “Ungefähr” bedeutet: Das sind die Summen, die wir gerade tagesaktuelle ermittelt und gerundet haben. Die können morgen schon anders sein….).

Die Komponenten sind natürlich keine “Pflicht”, sondern nur in etwa die, die wir fürs Büro zur Zeit anschaffen würden.

Ein aktueller Rechner für die Baustatik sollte ungefähr folgendes haben:

CPUAMD Phenom X4 975, 4 Kerne à 3600 MHz       125,-
MainboardAsus M4A88T-M, 4 RAM-Sockel                        65,-
Arbeitsspeicher16 GB  (4x 4GB G.Skill Sniper low voltage)        85,-
Festplatte240 GB SSD Corsair Force GT (525MB/s)         240,-
DVD-BrennerAsus DRW-24B3LT                                           20,-
GrafikkarteSapphire HD5450, PCI-Express, 2x DVI             30,-
Netzteil400 W, Superflower Golden Green Pro 80plus    50,-
GehäuseUltron UG-80 ohne Netzteil                                 50,-
BetriebssystemMicrosoft Windows 7 Professional 64 bit          100,-
Maus/TastaturMicrosoft Wireless Desktop 800                         20,-
USB-Festplatte2 TB Hitachi                                                     110,-
Monitor24", 1920x1200 Pixel, HP-Compaq LA2405wg   210,-
  1105,-

Noch ein paar kleine Anmerkungen: Die ausgewählte Graphikkarte kann 2 Monitore bedienen – und ich würde auch jeden Fall auch die Verwendung von 2 Monitoren empfehlen. (Auch wenn in der Liste nur einer drinsteht – aber einen Monitor hat vermutlich schon jeder, und der wäre dann ja übrig… Smiley )

Für die Performance ist die SSD-Platte das wichtigste: Die sollte mindestens so groß sein, das man sowohl die Windows-Installation als auch alle Programme darauf installieren kann. (Die vorgeschlagene Platte sollte große genug sein, um außerdem auch noch jede Menge Eingabedaten darauf speichern zu können.)

Und damit die CPU und der Arbeitsspeicher Sinn machen sind die “64 bit” beim Betriebssystem wichtig: Es muss nicht unbedingt Windows 7 sein, und auch nicht unbedingt die “Professional” Variante (auch wenn ich beides empfehlen würde) – aber die 64bit sollten es auf jeden Fall sein.


Das nächste Windows: Windows 8


Ich hatte mir schon das “Developer Preview” im letzten Jahr angesehen – seit gestern gibt es aber die “Consumer Preview”, die eigentliche Beta-Version von Windows 8. Die haben wir natürlich sofort auf einem Testsystem installiert und angesehen.

Berichte übers neue Windows gibt es schon jetzt wie Sand am Meer: Darum werde ich erst gar nicht großartig auf die “Neuheiten” eingehen. Im Wesentlichen aber läuft es darauf hinaus: Das neue Windows ist eigentlich zwei Windows in einem. Zum einen gibt es die “neue”, “moderne”, Oberfläche, mit der man – soweit ich das bisher sagen kann – ganz angenehm surfen, Mails lesen, Musik hören oder Filme ansehen kann – also im wesentlichen, von kleineren Aktivitäten abgesehen, eher Inhalte konsumiert als produziert. Ich kann mir jetzt bereits gut vorstellen, das ich mir ein Tablett-PC mit Windows 8 fürs Wohnzimmer anschaffen werden.

Zum anderen gibt es den “alten“ Desktop, der sich nicht wesentliche von dem in Windows 7 unterscheidet. Das ganze wird dadurch zusammengeführt, das alle Programm – egal ob für die alte oder die neue Oberfläche – von der neuen Startseite aus gestartet werden: Und die gibt es nur in der “neue” Form. M.a.w.: Das alte “Start”-Menü ist weg. Vermutlich ist das kein großer Verlust – denn praktisch auf allen Rechnern die ich in den letzten Jahren gesehen habe, wurden die Programme über Icons auf dem Desktop gestartet, und nicht über das Start-Menü.

window 8 start

Was mich zunächst interessierte: Was passiert mit der Software von D.I.E..: Also habe wir einfach die aktuelle Version installiert und nachgesehen, was passiert. Und: Es passiert nichts aufregendes. Die Programme können “einfach so” installiert werden und laufen danach klaglos, genau wie auch unter XP, Vista oder Windows 7 (und den entsprechenden Server-Varianten).

Starten kann man die Programm danach entweder wie gewohnt über das “D” Icon auf dem Desktop – oder über ein Icon, das automatisch auf der neuen Startseite angelegt wird. (Siehe Bild).

Lange Rede kurzer Sinn: Laufen die Programme unter dem neuen Windows 8? Ja, tun sie.

(Die fertige Version von Windows 8 wird wohl gegen Herbst des Jahres verfügbar werden.)


64bit oder nicht


Seit Anfang Dezember letzten Jahres gibt es von der Baustatik eine 32bit und eine 64bit Version. Darum braucht man sich als Anwender aber nicht zu kümmern: Das Installationsprogramm kümmert sich von selbst darum, das man die "passende” Version erhält.

Es stellt sich aber die Frage: Wie findet man eigentlich heraus, ob es sich bei einem Programm um eine 32bit Variante, oder um eine 64bit Variante handelt. Und das geht so:

Zunächst mal muss schon das Betriebssystem 64bit verwenden. Tut es das nicht, dann läuft auch sicher kein 64bit Programm darunter. Ob das der Fall ist, kann man (z.B. bei Windows 7) in der Systemsteuerung unter “System” nachsehen.

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Dann startet man das Programm, für dessen bittigkeit man sich interessiert, und schaut dann in den Taskmanager.

Der markiert 32bit Prozesse mit “*32”.

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64bit Prozesse haben hingegen keine gesonderte Markierung:

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Kurze Statistik zu verwendeten Windows-Versionen


Im April 2011 hat Windows XP bei den von uns erfassten Windows-Versionen die bei Kunden im Einsatz sind zum ersten Mal die 50% Marke unterschritten.

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Den zweitgrößten Anteil hat bereits Windows 7 (mit und ohne Service Pack 1), ein kleiner Anteil liegt noch bei Vista, und ein verschwindend kleiner bei “anderen” Versionen. (Ganz korrekt ist die Statistik allerdings nicht: wir haben natürlich auch Kunden, die nicht an den “automatischen Updates” der Baustatik teilnehmen, und über die gibt es keine Zahlen. Man kann aber wohl davon ausgehen, das Rechner die nicht an automatischen Updates teilnehmen, auch keine Internetverbindung haben – und in solchen Fällen würde ich immer von “älteren” Systemen ausgehen.)

Ebenso nicht ganz gerecht: Seit etwa Mitte letzten Jahres setzen wir Windows XP SP3 als Minimalsystem voraus – was natürlich auch zu diversen Systemwechseln geführt hat.

Ein Jahr zuvor sah die Sache noch deutlich anders aus:

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Multicore-Support in der Baustatik


Die Baustatik unterstützt von Haus aus die Verwendung multipler Prozessoren. Das gilt für den Gleichungslöser, die Bemesser und einige andere Elemente des Programms.

Heute hatte ich mal wieder ein eindrucksvolles Beispiel für die Performance-Verbesserungen, die man damit bekommen kann. Das betrachtete Dokument enthält fast 200 nichtlineare Lastfallgruppen, die für die Bemessung alle berechnet sein wollen.

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Unter Verwendung von nur einem Prozessor dauerte die Berechnung dafür etwa 3 Minuten und 50 Sekunden. Mit 4 CPUs (auf dem gleichen Rechner) hingegen 55 Sekunden – also nur etwa ein Viertel der Zeit. Sehr erfreulich, wie ich finde.

Dabei stellt sich vermutlich die Frage: Wie findet man heraus, wie viele CPUs man hat – und wie die ausgenutzt werden. Das geht aber relativ einfach. Man startet den Task-Manager: Am einfachsten per Rechtsklick auf die Taskleiste. Im Taskmanager geht man dann auf den Reiter “Performance”. Und der sieht so aus:

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Die vier Kurven rechts oben stehen jeweils für die Auslastung einer CPU: 4 Kurven – also 4 CPUs. Wenn man weniger (oder mehr) Kerne im Rechner stecken hat, dann gibt es auch weniger (oder mehr) Kurven.

Jede einzelne Kurve zeigt dabei die Auslastung der CPU an. Hier im Beispiel (das habe ich während der Berechnung des angesprochenen Dokumentes aufgenommen.) kann man den Zeitpunkt, an dem die Multicore-Unterstützung verwendet wird, klar erkennen.

Um also herauszubekommen, wann ein Programm mehrere Kerne (und wie viele) einsetzt, braucht man nur den Taskmanager starten und beim arbeiten laufen lassen.


So ändert man die Registry für 32 bit–Programme


Mit einem 64bit Windows kann man auch problemlos 32bit Programme ausführen. Wenn man dann einmal für so ein Programm in der Registry eine Einstellung verändern möchte, dann wundert man sich: Im Registry-Editor tauch das Programm unter HKEY_LOCAL_MACHINE\Software nämlich gar nicht auf.

Der Grund dafür ist der, das man mit dem Registry-Editor eine Sicht auf die Registry hat, die der eines 64bit Programmes entspricht: Und nachdem das gesuchte kein solches ist, steht dafür auch nichts unter “Software”.

Statt dessen legt Windows einen anderen Ast an: Der befindet sich unter Software und hat den Namen Wow6432Node: Und da drin findet man dann auch das gesuchte Programm.

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Softwareinstallation im Netzwerk


Die Baustatik hat einen monatlichen Update-Zyklus: Jeweils zum Anfang des Monats gibt es ein Update mit neuen Features und Änderungen. Im Download-Bereich gibt es dabei auch jeweils eine Liste der Änderungen und Erweiterungen des Programms. (Dazu gibt es auch eine RSS-Feed, und eine Mailing-Liste.: Man kann also auf verschiedenste Arten auf dem laufenden bleiben.).

Sofern man das nicht ausschaltet überprüft das Programm beim starten, ob ein Update vorliegt oder nicht. Liegt eines vor, so kann man das herunterladen und installieren. (Wenn man die automatischen Updates ausschalten will: Optionen –> Einstellungen –> Allgemeines –> Programmstart –> Automatische Updates aktivieren –> Auf “Nein” stellen.)

Sofern man im Büro nur ein paar Rechner stehen hat ist das auch prima – schwieriger wird die Sache aber in einem größeren Netzwerk: Zum einen verursacht es eine Menge sinnlosen Verkehr im Netzwerk, wenn multiple Rechner mehr oder minder gleichzeitig mit den Downloads beginnen, zum anderen ist es in solchen Setups meist so, das die Person die den Rechner verwendet, gar keine administrativen Rechte besitzt, und ohnehin keine Software installieren darf.

Was tut man in einer solchen Situation? Ganz einfach: Man verwendet automatische Deployment-Werkzeuge. In einem Windows-Netzwerk gibt es dafür diverse Hilfsmittel, die eigentlich alle nur eines gemeinsam haben: Sie setzen eine Domänen-Netzwerk mit Windows Server voraus: Sowas liegt aber in Situation mit größeren Netzwerken ohnehin meist vor. (Zumindest habe ich aus Gesprächen mit den Administratoren von einigen Kunden mit größeren Netzwerken diesen Eindruck gewonnen.)

Group Policy

Der einfachste Weg zum verteilen von Software auf Clients ist von Haus aus in den Windows Server seit Version 2003 (vielleicht früher: Weiss ich nicht genau) eingebaut. Man kann nämlich einfach die Group Policy des Server 2003 (und neuer) zum verteilen von Software verwenden. Das verteilen von Software per Group Policy hat eine Vor- und einen Nachteil. Der Vorteil: Weil die Group-Policy auch für viele andere Dinge eingesetzt wird (nicht zuletzt für die Vergabe von Rechten im Netzwerk) muss man als Administrator nicht viel neues dazulernen – es geht einfach nur um eine Policy mehr… Der Nachteil: Group Policy ist in diesem Zusammenhang etwas unflexibel – vermutlich deshalb, weil es da noch ein kommerzielles Produkt von Microsoft gibt. Trotzdem: Benutzbar ist die Sache. Wie man Software per Group Policy im Netz verteilt, ist unter anderem hier dokumentiert.

WSUS

Eine weitere Möglichkeit zum verteilen von Software ist der Windows Server Update Service. Der ist im wesentlichen beim Windows Server dabei – allerdings mit einem kleinen Haken: Der “reine” WSUS kann nur Updates und Programme verteilen, die von Microsoft veröffentlicht werden. Wenn man damit auch Software von Dritten installieren will, dann braucht man ein kommerzielles Add-On. Eines davon ist das (kostenpflichtige) EminentWare. Eine etwas günstiger (weil kostenlose) Alternative ist der Local Update Publisher.

System Center

Und dann gibts da noch das System Center. Selbiges hat diverse Komponenten – und kann zentrales Software Deployment ebenso wie die zentrale Verwaltung von Desktops und Servern bis hin zur ventralen Verwaltung virtueller Maschinen. Eigentlich alles was man will. Einziger Nachteil: Nicht ganz billig – allerdings auch nicht wirklich überteuert.


Baustatik unter 64bit Windows betreiben


Die Baustatik läuft auch unter 64bit Windows-Systemen problemlos. Um genau zu sein: Sie läuft darunter eigentlich besser als unter 32bit Windows, weil man unter 64bit Windows mehr Arbeitsspeicher erhält, als unter den “kleineren” Varianten.

Es gibt allerdings einen kleinen Haken: Das Installationsprogramm hat mit der 64bit Variante von XP ein Problem (aber nicht mit den 64bit Varianten von Vista und Windows 7) – und das führt dazu, das eine Komponente die eigentlich automatisch mit installiert werden müsste ebene nicht mit installiert wird.

Dabei handelt es sich um die VC++ Laufzeitbibliothek – und wenn die nicht da ist, dann kann man das Programm erst gar nicht starten. Wer die Baustatik unter einem 64bit Windows XP ausführen möchte, der kann die benötigte Komponente unter dieser Url (https://www.die.de/downloads/vc.zip) herunterladen: Sobald das darin enthaltene Installationsprogramm ausgeführt wurde, läuft auch die Baustatik.