Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

So ändert man die Registry für 32 bit–Programme


Mit einem 64bit Windows kann man auch problemlos 32bit Programme ausführen. Wenn man dann einmal für so ein Programm in der Registry eine Einstellung verändern möchte, dann wundert man sich: Im Registry-Editor tauch das Programm unter HKEY_LOCAL_MACHINE\Software nämlich gar nicht auf.

Der Grund dafür ist der, das man mit dem Registry-Editor eine Sicht auf die Registry hat, die der eines 64bit Programmes entspricht: Und nachdem das gesuchte kein solches ist, steht dafür auch nichts unter “Software”.

Statt dessen legt Windows einen anderen Ast an: Der befindet sich unter Software und hat den Namen Wow6432Node: Und da drin findet man dann auch das gesuchte Programm.

image


Softwareinstallation im Netzwerk


Die Baustatik hat einen monatlichen Update-Zyklus: Jeweils zum Anfang des Monats gibt es ein Update mit neuen Features und Änderungen. Im Download-Bereich gibt es dabei auch jeweils eine Liste der Änderungen und Erweiterungen des Programms. (Dazu gibt es auch eine RSS-Feed, und eine Mailing-Liste.: Man kann also auf verschiedenste Arten auf dem laufenden bleiben.).

Sofern man das nicht ausschaltet überprüft das Programm beim starten, ob ein Update vorliegt oder nicht. Liegt eines vor, so kann man das herunterladen und installieren. (Wenn man die automatischen Updates ausschalten will: Optionen –> Einstellungen –> Allgemeines –> Programmstart –> Automatische Updates aktivieren –> Auf “Nein” stellen.)

Sofern man im Büro nur ein paar Rechner stehen hat ist das auch prima – schwieriger wird die Sache aber in einem größeren Netzwerk: Zum einen verursacht es eine Menge sinnlosen Verkehr im Netzwerk, wenn multiple Rechner mehr oder minder gleichzeitig mit den Downloads beginnen, zum anderen ist es in solchen Setups meist so, das die Person die den Rechner verwendet, gar keine administrativen Rechte besitzt, und ohnehin keine Software installieren darf.

Was tut man in einer solchen Situation? Ganz einfach: Man verwendet automatische Deployment-Werkzeuge. In einem Windows-Netzwerk gibt es dafür diverse Hilfsmittel, die eigentlich alle nur eines gemeinsam haben: Sie setzen eine Domänen-Netzwerk mit Windows Server voraus: Sowas liegt aber in Situation mit größeren Netzwerken ohnehin meist vor. (Zumindest habe ich aus Gesprächen mit den Administratoren von einigen Kunden mit größeren Netzwerken diesen Eindruck gewonnen.)

Group Policy

Der einfachste Weg zum verteilen von Software auf Clients ist von Haus aus in den Windows Server seit Version 2003 (vielleicht früher: Weiss ich nicht genau) eingebaut. Man kann nämlich einfach die Group Policy des Server 2003 (und neuer) zum verteilen von Software verwenden. Das verteilen von Software per Group Policy hat eine Vor- und einen Nachteil. Der Vorteil: Weil die Group-Policy auch für viele andere Dinge eingesetzt wird (nicht zuletzt für die Vergabe von Rechten im Netzwerk) muss man als Administrator nicht viel neues dazulernen – es geht einfach nur um eine Policy mehr… Der Nachteil: Group Policy ist in diesem Zusammenhang etwas unflexibel – vermutlich deshalb, weil es da noch ein kommerzielles Produkt von Microsoft gibt. Trotzdem: Benutzbar ist die Sache. Wie man Software per Group Policy im Netz verteilt, ist unter anderem hier dokumentiert.

WSUS

Eine weitere Möglichkeit zum verteilen von Software ist der Windows Server Update Service. Der ist im wesentlichen beim Windows Server dabei – allerdings mit einem kleinen Haken: Der “reine” WSUS kann nur Updates und Programme verteilen, die von Microsoft veröffentlicht werden. Wenn man damit auch Software von Dritten installieren will, dann braucht man ein kommerzielles Add-On. Eines davon ist das (kostenpflichtige) EminentWare. Eine etwas günstiger (weil kostenlose) Alternative ist der Local Update Publisher.

System Center

Und dann gibts da noch das System Center. Selbiges hat diverse Komponenten – und kann zentrales Software Deployment ebenso wie die zentrale Verwaltung von Desktops und Servern bis hin zur ventralen Verwaltung virtueller Maschinen. Eigentlich alles was man will. Einziger Nachteil: Nicht ganz billig – allerdings auch nicht wirklich überteuert.


Baustatik unter 64bit Windows betreiben


Die Baustatik läuft auch unter 64bit Windows-Systemen problemlos. Um genau zu sein: Sie läuft darunter eigentlich besser als unter 32bit Windows, weil man unter 64bit Windows mehr Arbeitsspeicher erhält, als unter den “kleineren” Varianten.

Es gibt allerdings einen kleinen Haken: Das Installationsprogramm hat mit der 64bit Variante von XP ein Problem (aber nicht mit den 64bit Varianten von Vista und Windows 7) – und das führt dazu, das eine Komponente die eigentlich automatisch mit installiert werden müsste ebene nicht mit installiert wird.

Dabei handelt es sich um die VC++ Laufzeitbibliothek – und wenn die nicht da ist, dann kann man das Programm erst gar nicht starten. Wer die Baustatik unter einem 64bit Windows XP ausführen möchte, der kann die benötigte Komponente unter dieser Url (https://www.die.de/downloads/vc.zip) herunterladen: Sobald das darin enthaltene Installationsprogramm ausgeführt wurde, läuft auch die Baustatik.


Der letzte Tag


Heute ist der letzte Tag, an dem Microsoft noch Windows XP SP2: Ab morgen ist Schluss – es wird keine weiteren Updates und Fixes mehr geben, auch keine Sicherheitsupdates. Wer das noch nicht getan hat, sollte mindestens das XP SP3 installieren – oder gleich auf Windows 7 wechseln.

(Das nächste Update unserer Software wird auch Windows XP SP3 voraussetzen.)


Fehler beim installieren: Error 1001


Beim installieren von Programmen die mit dem Microsoft Systems Installer (MSI) installiert werden, gibt es ein paar "generische" Fehlermeldungen. Das sind solche auf die der Hersteller der Software (zum Beispiel wir) keinen echten Einfluss haben und bei denen der Hersteller des Installers (Microsoft) nicht so recht weiss, was schief gegangen ist - aber es ist eben was schief gegangen.

Das äußert sich bei der Installation gern als "Error 1001" - mit variablen Fehlermeldungstexten. In allen Fällen die mir bisher über den Weg gelaufen sind, konnte man diesen "Error 1001" dadurch loswerden, indem man vor dem installieren eines Updates die vorliegende Version der installierten Software über die Systemsteuerung entfernt hat, und erst dann das Update installierte.

Lieber wäre es mir zu wissen, was diese Meldung eigentlich ursprünglich auslöst - aber mit dem einmaligen manuellen deinstallieren scheint man das zumindest los zu werden: Immerhin etwas.


Wie man Progamme aus der Taskleiste startet


Unter Windows 7 kann man Icons zum starten von Programmen relativ einfach in der Taskleiste unterbringen. Dazu klickt man einfach im Start-Menü auf das gewünschte Programm und wählt den Befehl "Pin to Taskbar". (Heist auf deutsch irgendwie anders, habe aber gerade nur ein englisches 7 laufen...).

Unter XP ist das ein bisschen komplizierter. Es gibt aber trotzdem 2 Wege das zu tun:

1.) Mit einem Icon in der Taskleiste

  • Rechtsklicke auf Tasksleiste -> Symbolleisten -> "Schnellstart" einschalten. Das macht die Schnellstart-Leiste sichtbar. Die enthält von Haus aus ein paar Icons (u.a. eines für den Internet Explorer) und befindet sich direkt rechts neben dem Start-Button.
  • Nochmals rechtsklick auf Taskleiste und ""Taskleiste fixieren" ausschalten. Dadurch kann man die Schnellstart-Leiste breiter machen. (Die bekommt dann "Anfasser" mit denen man die Größe verändern kann.)
  • Dann "Taskleiste fixieren" wieder einschalten. (Ansonsten verschiebt man die recht leicht irrtümlich mit der Maus)
  • Jetzt das gewünschte Programm suchen (Also die Datei aus "Program Files", nicht einen Link aus dem Start-Menü.) Das Programm zieht man dann mit der rechten Maustasten in den Bereich der Schnellstart-Leiste und lässt die Maus dann los. Es geht ein Menü auf, und man wählt "Verknüpfung hier anlegen".

2.) Als Menü in der Taskleiste

  • Dazu legt man zunächste einen Ordner an. Wo, ist egal. Der Name des Ordners wird später der Name des Menüs.
  • In diesem Ordner legt man Verknüpfungen zu allen Programmen an, die im Menü drin sein sollen.
  • Jetzt klickt man mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste, wählt "Symbolleisten" und dann "Neue Symbolleiste". Es geht ein Fenster auf, in dem man einen Ordner auswählen kann. Man wählt den, in dem man die Verknüpfungen angelegt hat.

"Interessantes" Problem beim installieren von Software


Bin heute mit einem Kunden über ein "interessantes" Problem beim installieren der Baustatik gestolpert - das aber mit Sicherheit auch bei anderen Installationsprogramm auftreten wird. Im wesentlichen lief es darauf hinaus, das die Installation fast vollständig durchgeführt wurde, aber dann am Ende doch abgebrochen und rückgängig gemacht wurde. Mit ein bisschen Nachforschung gab es folgende Fehlermeldung:

Das Protokoll für die Quelle Baustatik Installer kann nicht geöffnet werden. Möglicherweise haben Sie keinen Schreibzugriff. --> Die Schnittstelle ist unbekannt.

Nun ist es so, das wir einfach den Microsoft Systems Installer (MSI) verwenden: Wir haben keinerlei Einfluss auf die angezeigten Fehlermeldungen und sonstige Ereignisse - das wird komplett von Windows erledigt. Mit Hilfe des Kunden war es dann aber möglich, die eigentliche Ursache des Problems herauszufinden: Auf dem betroffenen Rechner lief der Ereignisprotokoll-Dienst nicht.

Das Ereignis-Protokoll ist eine Datenbank in der Windows "wichtige" Ereignisse protokolliert. Dazu gehören unter anderem An- und Abmeldungen und auch Installationsvorgänge. Damit das Ereignisprotokoll "geht" muss der zugehörige Dienst laufen - und das war auf dem betroffenen Rechner nicht der Fall. Das ist aber eher ungewöhnlich: Von Haus aus läuft dieser Dienst immer, und ich kenne auch kein Programm das ausgerechnet diesen Dienst ausschaltet - das macht nämlich einfach keinen Sinn. Schaltet man den Dienst jedenfalls wieder an, läuft der Installer auch durch.

Dann trat beim Kunden aber ein anderes Problem auf, das überhaupt nichts mit der Baustatik zu tun hat: Man _konnte_ diesen Dienst nicht starten. Beim versuch das zu tun, ergab sich folgende Fehlermeldung:

ERROR_WMI_INSTANCE_NOT_FOUND
4201 The instance name passed was not recognized as valid by a WMI data provider
.

Dabei scheint es sich um ein Problem zu handeln, das bei korrumpierten Windows-Installationen auftritt. Den Grund dafür konnte ich nicht herausfinden (es scheint diverse zu geben) - aber es gibt zumindest einen recht umfangreichen Thread, in dem Lösungen beschrieben werden, die bei betroffenen geholfen haben. Der ist hier.

Es wäre zwar schön den eigentlichen Grund herauszufinden - aber wenn es zumindest eine Problemlösung gibt, ist das wohl besser als nichts...


Software deinstallieren: Liste leer


Manchmal will man ein Programm manuell vom Rechner entfernen. Das geht im Allgemeinen so, das man per "Start -> Systemsteuerung -> Software" die Liste der installierten Programme öffnet und das betroffene Programm auswählt. Dann drückt man auf die Schaltfläche zum entfernen/deinstallieren, und das Programm wird entfernt.

nur geht das leider nicht immer. Manchmal öffnet sich zwar die Liste der installierten Programme - nur sind da keine Programme drin. Statt einer ausführlichen Liste gibt es nur eine handvoll Einträge oder auch gar keine. Das ist kein besonders gutes Zeichen, denn das beduetet, das die Windows Installer Datenbank kaputt ist. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, in der Windows Informationen über installierte Programme mitführt. Diese Datenbank wird beim installieren neuer Programme, beim installieren von Updates und beim entfernen vorhandener Programme verwendet.

Ist diese Datenbank defekt dann macht das über kurz oder lang Ärger. Man kann zwar im Prinzip mit dem Rechner arbeiten, aber beim installieren/deinstallieren von Software werden immer wieder Probleme auftreten.

Wenn ich über einen solchen Fall stolpere, denn installiere ich Windows neu. Bin mir nicht sicher, ob das der beste Weg ist, aber einen anderen habe ich bisher nie gefunden.

Nun kann man aber nicht immer "einfach mal schnell" Windows neu installieren, nur weil man mit einem speziellen Programm arbeiten möchte: Zum Glück gibt es in einigen Fällen Work-Arounds.

Im Fall der Baustatik äußert sich das wie folgt: Man will ein Update installieren, aber der Installationsvorgang klappt nicht. Darum versucht man dann eine ältere Version zu installieren, aber das geht auch nicht - statt dessen bekommt man eine Meldung, das bereits eine "neuere" Version installiert wurde. Nur läuft die jetzt nicht mehr. Darum will man diese Version vom Rechner entfernen - und das geht nicht, weil die Liste der installierten Programme leer ist.

Wie gesagt: Die "ordentliche" Lösung besteht meiner Ansicht nach daraus, Windows neu zu installieren. Die "schnelle" Lösung bei der Baustatik (und bei allen anderen Installationsprogrammen, die den Windows Installer verwenden) sieht so aus:

Man startet das Installationsprogramm des Updates. Das zeigt dann (mit etwas "Glück") ein Fenster an, in dem nachgefragt wird, ob man die vorhandene Installation reparieren oder entfernen möchte. Hier wählt man "entfernen" aus - und das Programm wird dann auch tatsächlich vom System entfernt. Danach startet man das Installationsprogramm des Updates nochmal - und dann läuft die Installation einfach durch.

(Die Windows Installer Datenbank ist dann aber natürlich immer noch kaputt... Aber wenigstens kann man dann wieder arbeiten.)