Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Wie leert man das Ereignisprotokoll


Wenn man versucht ein neues Programm zu installieren, dann kann folgende Fehlermeldung auftreten: "Das Ereignisprotokoll ist voll". Im Allgemeinen wird das Installationsprogramm nach dieser Meldung abbrechen und die Software nicht installieren.

Was bedeutet diese Fehlermeldung, und wie wird man die wieder los?

Windows hat seit XP (eigentlich seit NT) einen Mechanismus, der systemrelevante Ereignisse protokolliert. Dazu gehören zum Beispiel Anmeldevorgänge, das umbenennen eines Rechners oder auch das Installatieren von Software. Diese Ereignisse werden in einer Datenbank gespeichert und können mit einem Windows-Programm names Ereignisanzeige angesehen werden. Bei XP hat diese Datenbank eine Größenbeschränkung - es werden also nicht beliebig viele Ereignisse "für immer" gespeichert. Das führt dazu, das die Datenbank irgendwann "voll" wird - und genau dann bekommt man die erwähnte Fehlermeldung.

So wird man das wieder los:

1.) Start -> Systemsteuerung

2.) Verwaltung öffnen

3.) Ereignissanzeige öffnen

4.) Protokolle löschen


Praktisch: Dateien nach Typ sortieren


In Windows 7 gibts im Explorer eine praktische Option: Man kann den Inhalt eines Ordners nach Dateityp sortiert darstellen lassen: Bringt schnell mehr Übersicht wie ich finde:


Zeit für Updates


Ich hatte schonmal darauf hingewiesen, aber es wird sicherlich nicht schaden das nochmals zu tun:

  • Windows XP SP 2 wird von Microsoft ab dem 13 Juli dieses Jahres nicht mehr unterstützt. Man sollte nun langsam wirklich mindestens auf SP 3 umsteigen - oder vielleicht direkt auf Windows 7
  • Windows Vista (RTM) wird ab dem 13. April nicht mehr unterstützt: Auch hier steigt man langsam aber sicher mindestens auf Vista SP1 um.
  • Der "verlängerte" Support (das ist die Variante, bei der es im wesentlichen _nur_ noch Sicherheitsupdates gibt), für Windows 2000 wird ebenfalls am 13. Juli des Jahres eingestellt. Wer noch Windows 2000 einsetzt sollte sich bis dahin wirklich was anderes zulegen. (Auf jeden Fall bei Rechnern die am Internet hängen.)

Das nächste Update der Baustatik (und der "älteren" Programme, die in das Installationsprogramm der Baustatik integriert sein werden) wird Windows XP SP2 als Minimum vorraussetzen: Eine Installation auf älteren Windows-Versionen (Windows 95, 98, ME, SE und XP bis SP1) ist dann nicht mehr möglich.

Wirklich ein guter Zeitpunkt das verwendete Betriebssystem auf einen aktuellen Stand zu bringen.


Zeit für ein neues Windows


Wer noch immer mit "uralt" Windows-Versionen arbeitet, der sollte sich langsam darauf einstellen, das Updates anstehen: Ab Mitte des Jahres fällt der Support für Windows 2000 vollständig - es gibt ab dann auch keine Sicherheitsupdates mehr von Microsoft. Gleichzeitig wird auch der Support für Windows XP mit Service Pack 2 eingestellt: Es wird also wirklich langsam Zeit, auf XP mit SP3 umzusteigen - oder vielleicht besser gleich auf Windows 7.


Nochmal Windows 7


Heute eher zufällig gefunden, aber super-praktisch: Man kann eine Vhd-Datei (das ist eine virtuelle Festplatte von Virtual PC oder HyperV) einfach als Laufwerk mounten:


12 Dinge die mir an Windows 7 gefallen


Auf meiner "Haupt" Workstation arbeite ich nun seit etwa 3 Wochen mit der fertigen Version von Windows 7. (Kann man erst in kürze kaufen, gibt es aber schon per TechNet und MSDN.). Eins ist jetzt schonmal sicher: Zu Vista würde ich nur ungern zurückgehen - zu XP schon gar nicht. Hier eine kurze Liste der Dinge, die mir am besten gefallen:

1. Full-Screen Docking
Bei allen bisheringen Versionen von Windows war es so, das man Anwendungsfenster die "Full-Screen" - also mit maximiertem Fenster - liefen, nicht mehr bewegen konnte. Wollte man das Fenster auf einen anderen Monitor schieben, musste man erst die normale Größe wieder herstellen, es dann verschieben, und konnte es dann wieder maximieren. Bei Windows 7 kann man solche Fenster einfach an der Titelzeile anpacken und auf den gewünschten Monitor schieben. (Dort dockt es dann übrigens auch an, wenn der eine andere Auflösung als der ursprüngliche hat.). Klingt nicht besonders dramatisch - ist aber in der Praxis unendlich hilfreich. (Zumindest, wenn man mehr als einen Monitor hat - und ich habe 4.)

2. Das Media-Center
Gab es schon bei XP (als separates System) und ist seit Vista sowohl auf spezieller Hardware als auch als reine Windows-Anwendung verfügbar - und hat bereits mit der Vista Version meinen Fernseher, Video-Recorder und die Stereo-Anlage im Wohnzimmer abgelöst. Ist aber auch bei Windows 7 enthalten (nicht in allen Versionen) - und ist schlicht und ergreifend für sich alleine schon ein Grund, eine Windows-Version zu verwenden, die das enthält. Vielleicht schreibe ich mal einen speziellen Eintrag nur zum Media-Center, doch soviel sei gesagt: Jeder der das bisher bei mir gesehen hat, will auch eins :-).

3. Neue Funktionalität beim Rechtsklick auf Icons in der Taskleiste (Glaube, das heist Jump-Lists)
Klick man mit der rechten Maustaste auf ein Icon in der Taskleiste, dann bekommt man eine kleine Auswahl von Funktionen, die man mit dem angeklickten Programm in letzter Zeit häufig verwendet hat. Bei der Remote-Desktop Verbindung sieht das bei mir zum Beispiel so aus:

... und beim Media-Player so:

4. Neue Vorschau von Icons in der Taskleiste
Fährt man mit der Maus über ein Icon in der Taskleiste, und gehört zu diesem Icon eine laufende Anwendung, dann bekommt man eine Vorschau des Anwendungsfensters: Man kann also sehen wie es aussieht, wäre es geöffnet. Hat die Anwendung mehrere Reiter geöffnet - zum Beispiel beim Internet Explorer - dann sieht man auch diese:

Bewegt man die Maus dann in eines der Vorschaufenster, so werden auf dem Desktop alle offenen Fenster ausgeblendet, und das aktuelle Vorschaufenster in seiner aktuellen Lage eingeblendet. Klickt man drauf, wird es das aktive Fenster und die anderen werden wieder sichtbar.

5. Action-Listen - ich glaube das ist der Name
Die tun sowas ähnliches wie die Kontektmenüs für die Taskleiste, sind aber im Startmenü.

6. Deutlich besser Kontrolle über Notifizierungs-Icons
Dabei handlet es sich um die Icons, die links neben der Uhr angezeigt werden - und dazu tendieren, sich im Laufe der Zeit immer stärker zu vermehren: Bei Windows 7 gibt es nun eine Möglichkeit für jedes Icon einzustellen, ob, wie und wann es angezeigt werden soll.

7. Sticky-Notes
Ist wohl selbsterklärend:

8. Der neue Taschenrechner

Der hat nun neben der Standard-Ansicht auch eine Wissenschaftliche, eine für Programmierer und eine für Statistiker. Außerdem beherrscht er nun auch Datumsberechnungen und das umrechnen von Einheiten.

9. Das Eingabefeld für Formeln
Bei dem Ding kann man handschriftlich Formeln eingeben - und die werden dann in vernünftig gesetzte Formeln umgebaut. Die Sache mit der handschriftlichen Eingabe ist natürlich mit einem Tablett-PC am besten zu machen, geht aber auch mit einer Maus. Und ja: Das Resultat kann man auch in anderen Anwendungen (Word...) einfügen.

10. Die Power-Shell
Die Powershell ist an sich nichts neues - wird aber bei Windows 7 zum ersten Mal mit dem System ausgeliefert. Neu hingegen ist die gleich mitausgelieferte Entwicklungsumgebung für die Powershell: Es gibt also auch eine IDE, inklusive Dbugger und allem was man sich sonst so wünschen würde. Echt praktisch:

11. Der Resource-Monitor
Kurz gesagt: Task-Manager auf Anabolika

12. Mehr Ribbon...
Der "Ribbon" aus Office 7 ist nun auch in WordPad, Paint, etc. eingezogen: Sicherlich gewöhnungsbedürftig - ich finds aber sehr praktisch.

Ach so: Unsere Baustatik-Software läuft ohne Änderung oder Erweiterungen direkt unter Windows 7...


64bit und Multi-Core: Was ist das, was bringt das ?


64bit - wofür ist das gut?

Neuere Computer kommen bereits seit einiger Zeit fast immer mit 64bit-Prozessoren, haben also 32bit "mehr" als die Computer, die über ein Jahrzehnt lang zuvor verkauft wurden. Stellt sich die Frage: Was hat man davon?

Wie so immer ist die Antwort nicht ganz einfach. Zunächst einmal ist es so, das man die 64bit-Fähigkeit gar nicht nutzen kann, wenn man ein 32bittiges Betriebssystem verwendet. Zwar gibt es bereits seit Windows XP eine 64bit-Variante von Windows - die überraschenderweise Windows XP64 hieß - doch die hatte keine besonders große Verbreitung. Auch vom XP Nachfolger Vista und vom Vista-Nachfolger Windows 7 gibt es 64bittige Geschmacksrichtungen: Grundvoraussetzung für die Nutzung der 64bit CPU (bei Windows) ist also eine der 64bit - Varianten des Systems.

Nun kann man auf einem 64bit System aber auch ein 32bit Windows verwenden. Tut man  das allerdings, dann ändert sich gar nichts. (Stimmt zwar nicht ganz, ist aber im Wesentlichen richtig genug.)

Hat man nun also ein 64bit Windows und einen 64bit Rechner, dann ändert sich zunächst einmal folgendes: Das Betriebssystem kann mehr als 4GB Speicher verwenden - und auch an Anwendungen verteilen.  Das 4GB Limit (das 1995 noch sehr hoch gegriffen schien, aber - zumindest bei einigen Anwendungen - heute eher niedrig ist) wird also mit einem 64bit Windows auf einem 64bit Prozessor durchbrochen. Zumindest im Prinzip - man benötigt dann nämlich auch einen Rechner, in den man auch in der Praxis mehr als 4GB reinstecken kann. Die sind zwar nicht mehr unbedingt selten, aber weit über 8GB gehen die herkömmlichen Systeme nicht hinaus. (Immerhin: das ist ja schon mal das doppelte...)

Wenn man nun also ein passendes Betriebssystem, einen passende CPU und eine entsprechende Menge Speicher hat, passiert zunächst einmal folgendes: Leider noch immer nicht viel. Die meisten Anwendungen laufen nämlich auch unter eine 64bit Windows als 32bittige Prozesse. Solche Prozesse haben zwar speicherseitig ein paar Vorteile im Gegensatz zum gleichen Prozess unter einem 32bit Windows -allerdings sind die minimal.

Erst richtig sinnvoll wird die Sache, wenn zusätzlich auch die Anwendung die man verwendet eine echte 64bit Anwendung ist: Eine solche Anwendung kann dann Ihrerseits deutlich mehr Speicher verwenden, als das bei einer 32bit Anwendung der Fall ist: Geht einem also bei der Arbeit mit einem Programm öfter mal "der Speicher aus", dann wäre es eine Überlegung wert, nach einer 64bit-Version dieser Anwendung zu suchen - die wird derlei Probleme lösen. (Immer unter der Voraussetzung, das man auch tatsächlich genug Speicher im Rechner hat.)

Gibt es dadurch auch Performance-Verbesserungen? In der Theorie ja - in der Praxis wohl eher nicht, außer vielleicht in speziellen Ausnahmefällen.
Für die Baustatik bedeutet das übrigens das folgende: Wer häufiger Systeme hat, die so groß sind, das Sie sich geschlossen nicht mehr berechnen lassen, der braucht die 64bit Version der Baustatik: Leider haben wir die aber noch nicht. Wir arbeiten aber zur Zeit daran - und es wird auch ganz sicher eine solche Version geben. Wer sich also damit trägt einen neuen Rechner und ein neues Betriebssystem anzuschaffen: Eine 64bit CPU und ein 64bit Windows sind da ganz sicher keine falschen Investitionen in die Zukunft.


... und Mutli-Core?

Mit dem Begriff Multi-Core ist gemeint, das ein gegebenes System so vorliegt, das eine Anwendung mehrere CPUs (statt wie klassisch nur einer) im vorfindet. Das kann auf verschiedenen Wegen passieren - im einfachsten Fall befinden sich tatsächlich mehrere CPUs im System, im etwas gängigeren Fall befindet sich nur eine CPU die aber intern über 2 "Kerne" verfügt im Rechner. Dabei ist "Multi" nicht auf "2" beschränkt: Es gibt sehr wohl auch die Möglichkeit mit 8 oder noch mehr Kernen zu arbeiten. Dabei gibt es bei Windows allerdings ein paar künstliche Limits: Nicht alle Versionen von Windows unterstützen auch alle vorhandenen CPUs.

Hat man nun aber eine Version von Windows die mehrere CPUs unterstützt - und natürlich auch mehrere Kerne im System - dann können die ausgeführten Programme parallel auf mehreren CPUs ausgeführt werden: Laufen also beispielsweise 2 Programme gleichzeitig, dann stören sich die beiden gegenseitig nicht und laufen schneller als mit nur einer CPU: Zumindest solange die Programme nur die CPU benutzen - gleichzeitige Festplattenzugriffe stören die schöne Welt beispielsweise wieder.

Davon ab kann aber auch ein einzelnes Programm mehrere CPUs gleichzeitig verwenden - sofern es dafür programmiert wurde. Das bringt dann schon einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil - zumindest dann, wenn das Programm CPU-intensive Aufgaben erledigt.

Im Fall der Baustatik ist das der Fall - zum Beispiel beim Gleichungslöser der FE-Matrix: Wesentlich CPU-intensiver wird es nicht - und der Gleichungslöser verwendet darum auch alle vorliegenden CPUs. Hat man also beispielsweise 4 Kerne im System, dann liegt die Berechnung etwa viermal schneller vor, als bei nur einer CPU. Zumindest in der Theorie - in der Praxis geht durch Verwaltungsoverhead ein wenig Performance verloren - die dreifach Geschwindigkeit erreicht man aber allemal. Der Multi-Core Support ist also in der Baustatik bereits eingebaut - je mehr CPUs man in den Rechner steckt, desto schneller kommen die Ergebnisse. (Zwar noch nicht an alle Stellen die mir vorschweben, aber zumindest an einigen der wichtigsten und bisher Zeit-intensivsten.)

Mit anderen Worten: Ein Multi-Core System ist heute bereits keine Investition in die Zukunft, sondern liefert schon in der aktuellen Version der Baustatik ganz praktisch spürbare Verbesserungen - von denen es aber in kommenden Version noch weitere geben wird.


Läuft die Software mit Windows 7


In Kürze gibt es den Windows-Nachfolger von Vista: Windows 7. Vermutlich deshalb bin ich in letzter Zeit häufiger mal gefragt worden, ob unsere Programme auch darunter laufen. Darum: Ja, das tun sie...