Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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12 Dinge die mir an Windows 7 gefallen


Auf meiner "Haupt" Workstation arbeite ich nun seit etwa 3 Wochen mit der fertigen Version von Windows 7. (Kann man erst in kürze kaufen, gibt es aber schon per TechNet und MSDN.). Eins ist jetzt schonmal sicher: Zu Vista würde ich nur ungern zurückgehen - zu XP schon gar nicht. Hier eine kurze Liste der Dinge, die mir am besten gefallen:

1. Full-Screen Docking
Bei allen bisheringen Versionen von Windows war es so, das man Anwendungsfenster die "Full-Screen" - also mit maximiertem Fenster - liefen, nicht mehr bewegen konnte. Wollte man das Fenster auf einen anderen Monitor schieben, musste man erst die normale Größe wieder herstellen, es dann verschieben, und konnte es dann wieder maximieren. Bei Windows 7 kann man solche Fenster einfach an der Titelzeile anpacken und auf den gewünschten Monitor schieben. (Dort dockt es dann übrigens auch an, wenn der eine andere Auflösung als der ursprüngliche hat.). Klingt nicht besonders dramatisch - ist aber in der Praxis unendlich hilfreich. (Zumindest, wenn man mehr als einen Monitor hat - und ich habe 4.)

2. Das Media-Center
Gab es schon bei XP (als separates System) und ist seit Vista sowohl auf spezieller Hardware als auch als reine Windows-Anwendung verfügbar - und hat bereits mit der Vista Version meinen Fernseher, Video-Recorder und die Stereo-Anlage im Wohnzimmer abgelöst. Ist aber auch bei Windows 7 enthalten (nicht in allen Versionen) - und ist schlicht und ergreifend für sich alleine schon ein Grund, eine Windows-Version zu verwenden, die das enthält. Vielleicht schreibe ich mal einen speziellen Eintrag nur zum Media-Center, doch soviel sei gesagt: Jeder der das bisher bei mir gesehen hat, will auch eins :-).

3. Neue Funktionalität beim Rechtsklick auf Icons in der Taskleiste (Glaube, das heist Jump-Lists)
Klick man mit der rechten Maustaste auf ein Icon in der Taskleiste, dann bekommt man eine kleine Auswahl von Funktionen, die man mit dem angeklickten Programm in letzter Zeit häufig verwendet hat. Bei der Remote-Desktop Verbindung sieht das bei mir zum Beispiel so aus:

... und beim Media-Player so:

4. Neue Vorschau von Icons in der Taskleiste
Fährt man mit der Maus über ein Icon in der Taskleiste, und gehört zu diesem Icon eine laufende Anwendung, dann bekommt man eine Vorschau des Anwendungsfensters: Man kann also sehen wie es aussieht, wäre es geöffnet. Hat die Anwendung mehrere Reiter geöffnet - zum Beispiel beim Internet Explorer - dann sieht man auch diese:

Bewegt man die Maus dann in eines der Vorschaufenster, so werden auf dem Desktop alle offenen Fenster ausgeblendet, und das aktuelle Vorschaufenster in seiner aktuellen Lage eingeblendet. Klickt man drauf, wird es das aktive Fenster und die anderen werden wieder sichtbar.

5. Action-Listen - ich glaube das ist der Name
Die tun sowas ähnliches wie die Kontektmenüs für die Taskleiste, sind aber im Startmenü.

6. Deutlich besser Kontrolle über Notifizierungs-Icons
Dabei handlet es sich um die Icons, die links neben der Uhr angezeigt werden - und dazu tendieren, sich im Laufe der Zeit immer stärker zu vermehren: Bei Windows 7 gibt es nun eine Möglichkeit für jedes Icon einzustellen, ob, wie und wann es angezeigt werden soll.

7. Sticky-Notes
Ist wohl selbsterklärend:

8. Der neue Taschenrechner

Der hat nun neben der Standard-Ansicht auch eine Wissenschaftliche, eine für Programmierer und eine für Statistiker. Außerdem beherrscht er nun auch Datumsberechnungen und das umrechnen von Einheiten.

9. Das Eingabefeld für Formeln
Bei dem Ding kann man handschriftlich Formeln eingeben - und die werden dann in vernünftig gesetzte Formeln umgebaut. Die Sache mit der handschriftlichen Eingabe ist natürlich mit einem Tablett-PC am besten zu machen, geht aber auch mit einer Maus. Und ja: Das Resultat kann man auch in anderen Anwendungen (Word...) einfügen.

10. Die Power-Shell
Die Powershell ist an sich nichts neues - wird aber bei Windows 7 zum ersten Mal mit dem System ausgeliefert. Neu hingegen ist die gleich mitausgelieferte Entwicklungsumgebung für die Powershell: Es gibt also auch eine IDE, inklusive Dbugger und allem was man sich sonst so wünschen würde. Echt praktisch:

11. Der Resource-Monitor
Kurz gesagt: Task-Manager auf Anabolika

12. Mehr Ribbon...
Der "Ribbon" aus Office 7 ist nun auch in WordPad, Paint, etc. eingezogen: Sicherlich gewöhnungsbedürftig - ich finds aber sehr praktisch.

Ach so: Unsere Baustatik-Software läuft ohne Änderung oder Erweiterungen direkt unter Windows 7...


64bit und Multi-Core: Was ist das, was bringt das ?


64bit - wofür ist das gut?

Neuere Computer kommen bereits seit einiger Zeit fast immer mit 64bit-Prozessoren, haben also 32bit "mehr" als die Computer, die über ein Jahrzehnt lang zuvor verkauft wurden. Stellt sich die Frage: Was hat man davon?

Wie so immer ist die Antwort nicht ganz einfach. Zunächst einmal ist es so, das man die 64bit-Fähigkeit gar nicht nutzen kann, wenn man ein 32bittiges Betriebssystem verwendet. Zwar gibt es bereits seit Windows XP eine 64bit-Variante von Windows - die überraschenderweise Windows XP64 hieß - doch die hatte keine besonders große Verbreitung. Auch vom XP Nachfolger Vista und vom Vista-Nachfolger Windows 7 gibt es 64bittige Geschmacksrichtungen: Grundvoraussetzung für die Nutzung der 64bit CPU (bei Windows) ist also eine der 64bit - Varianten des Systems.

Nun kann man auf einem 64bit System aber auch ein 32bit Windows verwenden. Tut man  das allerdings, dann ändert sich gar nichts. (Stimmt zwar nicht ganz, ist aber im Wesentlichen richtig genug.)

Hat man nun also ein 64bit Windows und einen 64bit Rechner, dann ändert sich zunächst einmal folgendes: Das Betriebssystem kann mehr als 4GB Speicher verwenden - und auch an Anwendungen verteilen.  Das 4GB Limit (das 1995 noch sehr hoch gegriffen schien, aber - zumindest bei einigen Anwendungen - heute eher niedrig ist) wird also mit einem 64bit Windows auf einem 64bit Prozessor durchbrochen. Zumindest im Prinzip - man benötigt dann nämlich auch einen Rechner, in den man auch in der Praxis mehr als 4GB reinstecken kann. Die sind zwar nicht mehr unbedingt selten, aber weit über 8GB gehen die herkömmlichen Systeme nicht hinaus. (Immerhin: das ist ja schon mal das doppelte...)

Wenn man nun also ein passendes Betriebssystem, einen passende CPU und eine entsprechende Menge Speicher hat, passiert zunächst einmal folgendes: Leider noch immer nicht viel. Die meisten Anwendungen laufen nämlich auch unter eine 64bit Windows als 32bittige Prozesse. Solche Prozesse haben zwar speicherseitig ein paar Vorteile im Gegensatz zum gleichen Prozess unter einem 32bit Windows -allerdings sind die minimal.

Erst richtig sinnvoll wird die Sache, wenn zusätzlich auch die Anwendung die man verwendet eine echte 64bit Anwendung ist: Eine solche Anwendung kann dann Ihrerseits deutlich mehr Speicher verwenden, als das bei einer 32bit Anwendung der Fall ist: Geht einem also bei der Arbeit mit einem Programm öfter mal "der Speicher aus", dann wäre es eine Überlegung wert, nach einer 64bit-Version dieser Anwendung zu suchen - die wird derlei Probleme lösen. (Immer unter der Voraussetzung, das man auch tatsächlich genug Speicher im Rechner hat.)

Gibt es dadurch auch Performance-Verbesserungen? In der Theorie ja - in der Praxis wohl eher nicht, außer vielleicht in speziellen Ausnahmefällen.
Für die Baustatik bedeutet das übrigens das folgende: Wer häufiger Systeme hat, die so groß sind, das Sie sich geschlossen nicht mehr berechnen lassen, der braucht die 64bit Version der Baustatik: Leider haben wir die aber noch nicht. Wir arbeiten aber zur Zeit daran - und es wird auch ganz sicher eine solche Version geben. Wer sich also damit trägt einen neuen Rechner und ein neues Betriebssystem anzuschaffen: Eine 64bit CPU und ein 64bit Windows sind da ganz sicher keine falschen Investitionen in die Zukunft.


... und Mutli-Core?

Mit dem Begriff Multi-Core ist gemeint, das ein gegebenes System so vorliegt, das eine Anwendung mehrere CPUs (statt wie klassisch nur einer) im vorfindet. Das kann auf verschiedenen Wegen passieren - im einfachsten Fall befinden sich tatsächlich mehrere CPUs im System, im etwas gängigeren Fall befindet sich nur eine CPU die aber intern über 2 "Kerne" verfügt im Rechner. Dabei ist "Multi" nicht auf "2" beschränkt: Es gibt sehr wohl auch die Möglichkeit mit 8 oder noch mehr Kernen zu arbeiten. Dabei gibt es bei Windows allerdings ein paar künstliche Limits: Nicht alle Versionen von Windows unterstützen auch alle vorhandenen CPUs.

Hat man nun aber eine Version von Windows die mehrere CPUs unterstützt - und natürlich auch mehrere Kerne im System - dann können die ausgeführten Programme parallel auf mehreren CPUs ausgeführt werden: Laufen also beispielsweise 2 Programme gleichzeitig, dann stören sich die beiden gegenseitig nicht und laufen schneller als mit nur einer CPU: Zumindest solange die Programme nur die CPU benutzen - gleichzeitige Festplattenzugriffe stören die schöne Welt beispielsweise wieder.

Davon ab kann aber auch ein einzelnes Programm mehrere CPUs gleichzeitig verwenden - sofern es dafür programmiert wurde. Das bringt dann schon einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil - zumindest dann, wenn das Programm CPU-intensive Aufgaben erledigt.

Im Fall der Baustatik ist das der Fall - zum Beispiel beim Gleichungslöser der FE-Matrix: Wesentlich CPU-intensiver wird es nicht - und der Gleichungslöser verwendet darum auch alle vorliegenden CPUs. Hat man also beispielsweise 4 Kerne im System, dann liegt die Berechnung etwa viermal schneller vor, als bei nur einer CPU. Zumindest in der Theorie - in der Praxis geht durch Verwaltungsoverhead ein wenig Performance verloren - die dreifach Geschwindigkeit erreicht man aber allemal. Der Multi-Core Support ist also in der Baustatik bereits eingebaut - je mehr CPUs man in den Rechner steckt, desto schneller kommen die Ergebnisse. (Zwar noch nicht an alle Stellen die mir vorschweben, aber zumindest an einigen der wichtigsten und bisher Zeit-intensivsten.)

Mit anderen Worten: Ein Multi-Core System ist heute bereits keine Investition in die Zukunft, sondern liefert schon in der aktuellen Version der Baustatik ganz praktisch spürbare Verbesserungen - von denen es aber in kommenden Version noch weitere geben wird.


Läuft die Software mit Windows 7


In Kürze gibt es den Windows-Nachfolger von Vista: Windows 7. Vermutlich deshalb bin ich in letzter Zeit häufiger mal gefragt worden, ob unsere Programme auch darunter laufen. Darum: Ja, das tun sie...


Environment-Variable für normale Benutzer ändern


Mit Environment-Variablen kann man diverse Dinge steuern, die in vielen Fällen wohl eher für Software-Entwickler interessant sind - in einigen aber auch ganz allgemein von Interesse sein können. So zum Beispiel der Inhalt der Variablen "Temp" und "Tmp" die unter anderem dafür zuständig sind, an welcher Stelle im Dateisystem "temporäre" Dateien angelegt werden.

Die Environment-Variable stellt man im Allgemeinen über die Systemsteuerung ein. Nun hatte ich heute einen Fall (mit meinem Windows 7 System, vermute aber, das das bei älteren Windows-Versionen auch schon so war), der mich ein bisschen durcheinandergebracht hat. Ich wollte eine Variable für den Account setzen, unter dem ich normalerweise arbeite. Geht man in die Systemsteuerung, dann befindet sich die Einstellmöglichkeit für Environment-Variablen unter "System" und dort unter den "Advanced" Settings.

Wenn man da draufklickt bekommt man den "System Properties" Dialog, auf dem es auch einen Button zum einstellen der Umgebungsvariablen gibt. Der enthält zwei Listen: Die eine enthält die Variablen für den gerade aktuellen Benutzer, die andere die "System"-Variable.

Wie man aber am Screenshot schon erkennen kann: Die "System Properties" sind geschützt - bevor also der Dialog aufgeht, muss man ein administratives Passwort eingeben. Das bedeutet aber dann auch, das der Dialog selbst unter den Account-Daten dieses administrativen Accounts läuft. Und darum verändert man auch dessen Umgebungsvariable, und nicht die des Accounts, für den man das eigentlich will.

Um die Umgebungsvariablen eines nicht administrativen Accounts zu verändern, muß man über die Account-Einstellungen gehen:


Defekte Installationen loswerden


Seit einigen Jahren ist es schon üblich, Programme mit dem Windows Installer zu installieren: Nicht alle Softwarehersteller tun das - aber viele. In unserem Fall werden die "älteren" XFemily-Programme auf einem anderen Weg installiert - die neue Baustatik verwendet aber diesen Windows Installer.

Der kümmert sich um alle möglichen Dinge: So auch darum, das ältere Versionen des gleichen Programms autoamtisch deinstalliert werden, darum, ob ein Programm für alle Nutzer eines Systems oder nur für bestimmte zugänglich ist, und auch um die Anzeige der installierten Programme in der Systemsteuerung.

Das ist schön und hilfreich - macht aber trotzdem manchmal Ärger. Ein typisches Ärgernis ist zum Beispiel der Fall, das ein Programm zwar noch installiert ist - zumindest teilweise - aber nicht mehr in der Systemsteuerung auftaucht. Ein anderer Fall - einen den ich heute hatte - ist der, das das Programm nicht länger auf der Festplatte ist und auch nicht mehr in der Systemsteuerung aufgeführt wird - eine neue Version aber nicht installiert werden kann, weil der Installer trotdem meint, es gäbe bereits eine installierte Version.

Meines Wissens tritt sowas immer nur dann auf, wenn man eines der diversen "Registry Cleaner" Werkzeuge einsetzt: Auch wenn es häufig so aussieht, als würden sie keine Ärger machen: Ich sehe das anders - die Dinger sind im großen und ganzen alle besser nicht mit der Kneifzange anzufassen: Hinterher hat man fast immer ein System das mehr Ärger macht als vorher - und mit etwas Pech tritt der Ärger dann so lange nach Einsatz des Werkzeuges auf, das man sich schon gar nicht mehr daran erinnert. Wer sich selbst einen Gefallen tun will, der verzichtet auf den Einsatz solcher Werkzeuge.

Wie auch immer: Wenn es schon zu spät ist gibt es ein Werkzeug von Microsoft mit dem man "kaputt-optimierte" Windows-Installer Datenbanken reparieren kann. Wie gut das im allgemeinen funktioniert weiss ich nicht - aber mindestens bei einem Kunden hat das heute geholfen. Was man braucht ist ein Tool das so aussieht, als wäre es nur für Office gebaut worden, das man aber eben auch für andere Programme verwendet werden kann. Der Download-Link befindet sich unter http://support.microsoft.com/kb/290301/.

Nachdem das Programm heruntergeladen wurde, muss es (als Admin) installiert werden.

Nach der Installation gibt es dann den Ordner " C:\Program\Windows Installer Clean Up" auf Ihrer Festplatte. Darin befinden sich 3 Dateien: Die, die Sie brauchen heist msicuu.exe: Dieses Programm muss als Admin ausgeführt werden: Das Programm zeigt dann eine Liste der Programme an, die die Windows Installer Datenbank kennt. In der Liste wählt man dann den "defekten" Kandidaten aus, und klickt dann auf "Remove".

 

Mit etwas Glück enthält die Windows Installer Datenbank dann keinerlei versprengte Einträge über die alte Installation mehr - und man kann das Update installieren.


So macht man einen Screen-Shot


Ein Screen-Shot ist ein Bild vom Monitor - sowas kann man immer gut gebrauchen, wenn man zum Beispiel ein Darstellungsproblem beschreiben will. Es gibt verschiedenste Tools um einen Screen-Shot anzulegen: Unter Vista gibt es beispielsweise das Snipping-Tool.

Man kann aber auch ohne separate Werkzeuge Screen-Shots anlegen, und zwar in zwei Geschmacksrichtungen:

  • Entweder man will nur ein Bild von einem bestimmten Fenster, oder
  • man will ein Bild vom ganzen Bildschirm

Will man ein Bild vom ganzen Bildschirm, dann drückt man einfach die Taste "Druck" auf der Tastatur. (Die befindet sich meist links oberhalb der Return-Taste.). Will man nur ein Bild von einem bestimmten Fenster, dann muss dieses das "aktive" Fenster sein - und man drückt Alt (Links vom Leerzeichen), hält die Alt-Taste gedrückt und drückt dann "Druck".

Beides kopiert ein Bild in die Zwischenablage. Danach startet man Paint (befindet sich im Start-Menü beim "Zubehör") und dort kann man dann das Bild per Bearbeiten -> Einfügen sichtbar machen. Nachdem das Bild in Paint sichtbar ist, kann man es ganz normal mit den Befehlen aus dem Datei-Menü von Paint auf der Festplatte speichern.


Mein Lieblingsfeature in Windows Vista


... oder, um genau zu sein: Im Vista Media Center: Fernsehen aufnehmen per Stichwort. Uhrzeit egal, Tag egal, Sender egal: Wenn eine Sendung kommt, in deren Beschreibung das Stichwort vorkommt, nimmt das Media Center auf. Wirklich praktisch.


Gestern in München: Xtopia 2009


Gestern war der Münchner Xtopia 09 Tag. Die Xtopia ist Microsofts Konferenz zum Thema Web, UX und RIA, und findet dieses Jahr noch an ein paar anderen Orten statt. Das ganze enthält 9 Vorträge, die zwischen 17.00 und ca. 22.00 Uhr stattfanden.

Anmeldemöglichkeit für kommende Veranstaltungen.

Nach der Begrüßung durch Steffen Ritter gab es einen Vortrag zum Thema Multitouch, Surface und Windows 7 von Clements Lutsch. Dem Vortrag konnte ich nicht viel neues entnehmen: Jeder, der sich schonmal mit Surface beschäftigt hat, hätte gelangweilt sein können. Zugegeben: Die Anwesenden schienen ganz interessiert zu sein - warum ist mir aber unklar: Weshalb Menschen, die sich angeblich mit Benutzerschnittstellen beschäftigen, noch nie was von Microsoft Surface gehört haben, ist mir unklar. Eine Sache war allerdings auch mir neu: Von HP gibt es bereits Laptops mit Multitouch-Fähigkeiten - von denen man allerdings nichts hat, solange Windows 7 nicht verfügbar ist.

Als nächstes gab es einen Vortrag unter dem Title "Barrierefreie Vorlagen für Expression Web" von Vladimir Simovic. Den kann man ungefähr so zusammenfassen: Irgendwo kann man nun 5 weitere Vorlagen für Webseiten runterladen. Gähn.

Keine Ahnung was das sollte. Aber lustig daran: Laut Vladimir wurden die Vorlagen nicht mal mit Expression Web erstellt.

Dann kam Oliver Scheer mit einem Kurzvortrag über den IE8. Mein Vorschlag: Wer was drüber wissen will, soll das Ding einfach runterladen und 15 Minuten damit spielen. Warum es irgend einen Web-Entwickler gibt, der das noch nicht getan hat, ist mir unklar. Doch auch bei diesem Vortrag kamen interessierte Frage aus dem Publikum - der Vortrag löste also durchaus Reaktionen aus, auch wenn mir völlig unklar ist, warum.

Nach der ersten Pause gabs dann einen weiteren Vortrag von Oliver zum Thema Silverlight. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um eine Kurzversion des Vortrages vom Januar. Also nichts wirklich neues - wenn auch eine schöne Schnelleinführung für alle, die noch nie was damit gemacht haben.

Das war dann gefolgt von einem Vortrag über die Live Services API. Der Vortragende war für jemand anderen eingesprungen, und so wirkte der Vortrag auch. Das ganze wirkte irgendwie ohne Struktur und Ziel, und warum ich die Live Services API für irgendwas benutzen soll ist mir nach dem Vortrag genauso wenig klar wie vorher. Das mag am Thema gelegen haben, denn es ging im Wesentlichen darum, das man den Live Messenger jetzt auch irgendwie auf der eigenen Webseite einbetten kann. Habe allerdings nicht den Hauch einer Ahnung, warum man das tun will.

Danach bin ich gegangen. Es hätte noch folgende Vorträge gegeben:

  • PC-Ware (Habe definitiv keine Lust mir eine Firmenvorstellung anzuhören)
  • Vorstellung RIA-Forum (Gähn)
  • UI Design zu Silverlight und WPF (Hätte mich interessiert, aber auf Grund der Qualität der vorhergehende Vorträge wollte ich dann doch nicht warten)
  • Visio für Web/Agenturen

Insgesamt fand ich die ganze Sache nicht besonders gelungen. Das mag damit zusammenhängen, das die 9 Vorträge in ein sehr kurzes Zeitfenster gepresst waren, sodas die angesprochenen Themen nicht wirklich vernünftig angegangen werden konnten. Zumindest den Vortrag über die Web-Vorlagen hätte ich mir aber gern ganz erspart, und auch die Vorstellung der drei neuen UI-Features im IE8 war meiner Ansicht nach alles andere als sinnvoll.

Wer sich in den letzten beide Jahren nicht besonders mit dem Thema Web und Windows Client UIs beschäftigt hat, und "auf die Schnelle" auf einen aktuellen Stand kommen will - oder zumindest eine ungefähre Übersicht braucht - der ist auf der Xtopia gut aufgehoben. Wer sich einigermassen informiert, der verschwendet auf der Veranstaltung nur seine Zeit.


Internet Explorer cannot display this webpage


Situation: Man arbeitet unter Vista als Non-Admin mit Visual Studio und erstellt ein neues ASP.Net Web-Projekt. Als aller erstes versucht man dann, die erste fertige Seite im Browser anzeigen zu lassen. Dazu verwendet man den ins VS eingebauten Webserver. Beim IE bekommt man dann das hier:

(Bei anderen Browsern gehts auch nicht, aber davon habe ich keinen Shot.).

Lösung: Eine Konsole als Admin ausführen und nach \Windows\System32\drivers\etc gehen, und dort per "start notepad hosts" eine Kopie von Notepad zum bearbeiten der Hosts-Datei öffnen. Da drin ändert man dann die Zeile

::1   localhost

in

:::1   localhost

Dann gehts.


Der Lautstärkemixer in Vista


Noch so ein Detail, das ich an Windows Vista sehr schätze: Man kann die Lautstärke für jede aller laufenden Anwendung getrennt voneinander einstellen. (Aufgelistet werden nur solche Programme, die zum einen gerade laufen und zum anderen in der aktuellen Sitzung tatsächlich auch einen Sound produziert haben...)

Man erreicht das Ding, indem man mit der rechten Maustaste auf das Lautsprecher-Symbol in der Taskleiste klickt.