Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Läuft die Software mit Windows 7


In Kürze gibt es den Windows-Nachfolger von Vista: Windows 7. Vermutlich deshalb bin ich in letzter Zeit häufiger mal gefragt worden, ob unsere Programme auch darunter laufen. Darum: Ja, das tun sie...


Environment-Variable für normale Benutzer ändern


Mit Environment-Variablen kann man diverse Dinge steuern, die in vielen Fällen wohl eher für Software-Entwickler interessant sind - in einigen aber auch ganz allgemein von Interesse sein können. So zum Beispiel der Inhalt der Variablen "Temp" und "Tmp" die unter anderem dafür zuständig sind, an welcher Stelle im Dateisystem "temporäre" Dateien angelegt werden.

Die Environment-Variable stellt man im Allgemeinen über die Systemsteuerung ein. Nun hatte ich heute einen Fall (mit meinem Windows 7 System, vermute aber, das das bei älteren Windows-Versionen auch schon so war), der mich ein bisschen durcheinandergebracht hat. Ich wollte eine Variable für den Account setzen, unter dem ich normalerweise arbeite. Geht man in die Systemsteuerung, dann befindet sich die Einstellmöglichkeit für Environment-Variablen unter "System" und dort unter den "Advanced" Settings.

Wenn man da draufklickt bekommt man den "System Properties" Dialog, auf dem es auch einen Button zum einstellen der Umgebungsvariablen gibt. Der enthält zwei Listen: Die eine enthält die Variablen für den gerade aktuellen Benutzer, die andere die "System"-Variable.

Wie man aber am Screenshot schon erkennen kann: Die "System Properties" sind geschützt - bevor also der Dialog aufgeht, muss man ein administratives Passwort eingeben. Das bedeutet aber dann auch, das der Dialog selbst unter den Account-Daten dieses administrativen Accounts läuft. Und darum verändert man auch dessen Umgebungsvariable, und nicht die des Accounts, für den man das eigentlich will.

Um die Umgebungsvariablen eines nicht administrativen Accounts zu verändern, muß man über die Account-Einstellungen gehen:


Defekte Installationen loswerden


Seit einigen Jahren ist es schon üblich, Programme mit dem Windows Installer zu installieren: Nicht alle Softwarehersteller tun das - aber viele. In unserem Fall werden die "älteren" XFemily-Programme auf einem anderen Weg installiert - die neue Baustatik verwendet aber diesen Windows Installer.

Der kümmert sich um alle möglichen Dinge: So auch darum, das ältere Versionen des gleichen Programms autoamtisch deinstalliert werden, darum, ob ein Programm für alle Nutzer eines Systems oder nur für bestimmte zugänglich ist, und auch um die Anzeige der installierten Programme in der Systemsteuerung.

Das ist schön und hilfreich - macht aber trotzdem manchmal Ärger. Ein typisches Ärgernis ist zum Beispiel der Fall, das ein Programm zwar noch installiert ist - zumindest teilweise - aber nicht mehr in der Systemsteuerung auftaucht. Ein anderer Fall - einen den ich heute hatte - ist der, das das Programm nicht länger auf der Festplatte ist und auch nicht mehr in der Systemsteuerung aufgeführt wird - eine neue Version aber nicht installiert werden kann, weil der Installer trotdem meint, es gäbe bereits eine installierte Version.

Meines Wissens tritt sowas immer nur dann auf, wenn man eines der diversen "Registry Cleaner" Werkzeuge einsetzt: Auch wenn es häufig so aussieht, als würden sie keine Ärger machen: Ich sehe das anders - die Dinger sind im großen und ganzen alle besser nicht mit der Kneifzange anzufassen: Hinterher hat man fast immer ein System das mehr Ärger macht als vorher - und mit etwas Pech tritt der Ärger dann so lange nach Einsatz des Werkzeuges auf, das man sich schon gar nicht mehr daran erinnert. Wer sich selbst einen Gefallen tun will, der verzichtet auf den Einsatz solcher Werkzeuge.

Wie auch immer: Wenn es schon zu spät ist gibt es ein Werkzeug von Microsoft mit dem man "kaputt-optimierte" Windows-Installer Datenbanken reparieren kann. Wie gut das im allgemeinen funktioniert weiss ich nicht - aber mindestens bei einem Kunden hat das heute geholfen. Was man braucht ist ein Tool das so aussieht, als wäre es nur für Office gebaut worden, das man aber eben auch für andere Programme verwendet werden kann. Der Download-Link befindet sich unter http://support.microsoft.com/kb/290301/.

Nachdem das Programm heruntergeladen wurde, muss es (als Admin) installiert werden.

Nach der Installation gibt es dann den Ordner " C:\Program\Windows Installer Clean Up" auf Ihrer Festplatte. Darin befinden sich 3 Dateien: Die, die Sie brauchen heist msicuu.exe: Dieses Programm muss als Admin ausgeführt werden: Das Programm zeigt dann eine Liste der Programme an, die die Windows Installer Datenbank kennt. In der Liste wählt man dann den "defekten" Kandidaten aus, und klickt dann auf "Remove".

 

Mit etwas Glück enthält die Windows Installer Datenbank dann keinerlei versprengte Einträge über die alte Installation mehr - und man kann das Update installieren.


So macht man einen Screen-Shot


Ein Screen-Shot ist ein Bild vom Monitor - sowas kann man immer gut gebrauchen, wenn man zum Beispiel ein Darstellungsproblem beschreiben will. Es gibt verschiedenste Tools um einen Screen-Shot anzulegen: Unter Vista gibt es beispielsweise das Snipping-Tool.

Man kann aber auch ohne separate Werkzeuge Screen-Shots anlegen, und zwar in zwei Geschmacksrichtungen:

  • Entweder man will nur ein Bild von einem bestimmten Fenster, oder
  • man will ein Bild vom ganzen Bildschirm

Will man ein Bild vom ganzen Bildschirm, dann drückt man einfach die Taste "Druck" auf der Tastatur. (Die befindet sich meist links oberhalb der Return-Taste.). Will man nur ein Bild von einem bestimmten Fenster, dann muss dieses das "aktive" Fenster sein - und man drückt Alt (Links vom Leerzeichen), hält die Alt-Taste gedrückt und drückt dann "Druck".

Beides kopiert ein Bild in die Zwischenablage. Danach startet man Paint (befindet sich im Start-Menü beim "Zubehör") und dort kann man dann das Bild per Bearbeiten -> Einfügen sichtbar machen. Nachdem das Bild in Paint sichtbar ist, kann man es ganz normal mit den Befehlen aus dem Datei-Menü von Paint auf der Festplatte speichern.


Mein Lieblingsfeature in Windows Vista


... oder, um genau zu sein: Im Vista Media Center: Fernsehen aufnehmen per Stichwort. Uhrzeit egal, Tag egal, Sender egal: Wenn eine Sendung kommt, in deren Beschreibung das Stichwort vorkommt, nimmt das Media Center auf. Wirklich praktisch.


Gestern in München: Xtopia 2009


Gestern war der Münchner Xtopia 09 Tag. Die Xtopia ist Microsofts Konferenz zum Thema Web, UX und RIA, und findet dieses Jahr noch an ein paar anderen Orten statt. Das ganze enthält 9 Vorträge, die zwischen 17.00 und ca. 22.00 Uhr stattfanden.

Anmeldemöglichkeit für kommende Veranstaltungen.

Nach der Begrüßung durch Steffen Ritter gab es einen Vortrag zum Thema Multitouch, Surface und Windows 7 von Clements Lutsch. Dem Vortrag konnte ich nicht viel neues entnehmen: Jeder, der sich schonmal mit Surface beschäftigt hat, hätte gelangweilt sein können. Zugegeben: Die Anwesenden schienen ganz interessiert zu sein - warum ist mir aber unklar: Weshalb Menschen, die sich angeblich mit Benutzerschnittstellen beschäftigen, noch nie was von Microsoft Surface gehört haben, ist mir unklar. Eine Sache war allerdings auch mir neu: Von HP gibt es bereits Laptops mit Multitouch-Fähigkeiten - von denen man allerdings nichts hat, solange Windows 7 nicht verfügbar ist.

Als nächstes gab es einen Vortrag unter dem Title "Barrierefreie Vorlagen für Expression Web" von Vladimir Simovic. Den kann man ungefähr so zusammenfassen: Irgendwo kann man nun 5 weitere Vorlagen für Webseiten runterladen. Gähn.

Keine Ahnung was das sollte. Aber lustig daran: Laut Vladimir wurden die Vorlagen nicht mal mit Expression Web erstellt.

Dann kam Oliver Scheer mit einem Kurzvortrag über den IE8. Mein Vorschlag: Wer was drüber wissen will, soll das Ding einfach runterladen und 15 Minuten damit spielen. Warum es irgend einen Web-Entwickler gibt, der das noch nicht getan hat, ist mir unklar. Doch auch bei diesem Vortrag kamen interessierte Frage aus dem Publikum - der Vortrag löste also durchaus Reaktionen aus, auch wenn mir völlig unklar ist, warum.

Nach der ersten Pause gabs dann einen weiteren Vortrag von Oliver zum Thema Silverlight. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um eine Kurzversion des Vortrages vom Januar. Also nichts wirklich neues - wenn auch eine schöne Schnelleinführung für alle, die noch nie was damit gemacht haben.

Das war dann gefolgt von einem Vortrag über die Live Services API. Der Vortragende war für jemand anderen eingesprungen, und so wirkte der Vortrag auch. Das ganze wirkte irgendwie ohne Struktur und Ziel, und warum ich die Live Services API für irgendwas benutzen soll ist mir nach dem Vortrag genauso wenig klar wie vorher. Das mag am Thema gelegen haben, denn es ging im Wesentlichen darum, das man den Live Messenger jetzt auch irgendwie auf der eigenen Webseite einbetten kann. Habe allerdings nicht den Hauch einer Ahnung, warum man das tun will.

Danach bin ich gegangen. Es hätte noch folgende Vorträge gegeben:

  • PC-Ware (Habe definitiv keine Lust mir eine Firmenvorstellung anzuhören)
  • Vorstellung RIA-Forum (Gähn)
  • UI Design zu Silverlight und WPF (Hätte mich interessiert, aber auf Grund der Qualität der vorhergehende Vorträge wollte ich dann doch nicht warten)
  • Visio für Web/Agenturen

Insgesamt fand ich die ganze Sache nicht besonders gelungen. Das mag damit zusammenhängen, das die 9 Vorträge in ein sehr kurzes Zeitfenster gepresst waren, sodas die angesprochenen Themen nicht wirklich vernünftig angegangen werden konnten. Zumindest den Vortrag über die Web-Vorlagen hätte ich mir aber gern ganz erspart, und auch die Vorstellung der drei neuen UI-Features im IE8 war meiner Ansicht nach alles andere als sinnvoll.

Wer sich in den letzten beide Jahren nicht besonders mit dem Thema Web und Windows Client UIs beschäftigt hat, und "auf die Schnelle" auf einen aktuellen Stand kommen will - oder zumindest eine ungefähre Übersicht braucht - der ist auf der Xtopia gut aufgehoben. Wer sich einigermassen informiert, der verschwendet auf der Veranstaltung nur seine Zeit.


Internet Explorer cannot display this webpage


Situation: Man arbeitet unter Vista als Non-Admin mit Visual Studio und erstellt ein neues ASP.Net Web-Projekt. Als aller erstes versucht man dann, die erste fertige Seite im Browser anzeigen zu lassen. Dazu verwendet man den ins VS eingebauten Webserver. Beim IE bekommt man dann das hier:

(Bei anderen Browsern gehts auch nicht, aber davon habe ich keinen Shot.).

Lösung: Eine Konsole als Admin ausführen und nach \Windows\System32\drivers\etc gehen, und dort per "start notepad hosts" eine Kopie von Notepad zum bearbeiten der Hosts-Datei öffnen. Da drin ändert man dann die Zeile

::1   localhost

in

:::1   localhost

Dann gehts.


Der Lautstärkemixer in Vista


Noch so ein Detail, das ich an Windows Vista sehr schätze: Man kann die Lautstärke für jede aller laufenden Anwendung getrennt voneinander einstellen. (Aufgelistet werden nur solche Programme, die zum einen gerade laufen und zum anderen in der aktuellen Sitzung tatsächlich auch einen Sound produziert haben...)

Man erreicht das Ding, indem man mit der rechten Maustaste auf das Lautsprecher-Symbol in der Taskleiste klickt.


Software per Softwareverteilung installieren


Wenn man ein größeres Netzwerk hat will man Software häufig nicht mehr "von Fall zu Fall" und Desktop zu Desktop installieren, sondern die Installation serverseitig automatisch vornehmen. Das geht zum Beispiel mit Werkzeugen wie dem Systems Managment Server, oder auch sehr viel günstiger (sprich: kostenlos) per Gruppenrichtlinien.

Aber egal ob per aufwendigem Tool oder einfachen Richtlinien: Die Lösungen haben eine Gemeinsamkeit, und zwar die, das sie nur mit Windows Installer (.msi) Paketen funktionieren. Was tut man nun aber, wenn die zu installierende Software nicht als .MSI-Paket vorliegt? Bei der Baustatik ist das nicht der Fall, unsere "älteren" Programm kommen aber einfach in Form eines "setup.exe" Programms - und damit kommen die automatischen Installationswerkzeuge nicht klar.

Es gibt dafür aber eine Lösung, und zwar den Windows Installer Wrapper Wizard. Mit dem kann man ein "setup.exe" einfach in eine MSI-Datei verpacken. Während der Installation des MSI-Datei wird das darin befindliche (oder die darin befindlichen) Programme einfach synchron ausgeführt - man kann also einfach das "alte" Setup-Programm für die Installation per MSI verwenden.


Hübsche Ansichten in Vista


Bei Vista gibt es einige zusätzliche Ansichten für Ordner - unter anderem die mit "extra großen" Symbolen. Wie praktikabel das ist sei mal dahingestellt - aber hübsch ist das bisweilen dann schon sehr... So sieht beispielsweise mein "Drucker" Ordner aus...