Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

Software per Softwareverteilung installieren


Wenn man ein größeres Netzwerk hat will man Software häufig nicht mehr "von Fall zu Fall" und Desktop zu Desktop installieren, sondern die Installation serverseitig automatisch vornehmen. Das geht zum Beispiel mit Werkzeugen wie dem Systems Managment Server, oder auch sehr viel günstiger (sprich: kostenlos) per Gruppenrichtlinien.

Aber egal ob per aufwendigem Tool oder einfachen Richtlinien: Die Lösungen haben eine Gemeinsamkeit, und zwar die, das sie nur mit Windows Installer (.msi) Paketen funktionieren. Was tut man nun aber, wenn die zu installierende Software nicht als .MSI-Paket vorliegt? Bei der Baustatik ist das nicht der Fall, unsere "älteren" Programm kommen aber einfach in Form eines "setup.exe" Programms - und damit kommen die automatischen Installationswerkzeuge nicht klar.

Es gibt dafür aber eine Lösung, und zwar den Windows Installer Wrapper Wizard. Mit dem kann man ein "setup.exe" einfach in eine MSI-Datei verpacken. Während der Installation des MSI-Datei wird das darin befindliche (oder die darin befindlichen) Programme einfach synchron ausgeführt - man kann also einfach das "alte" Setup-Programm für die Installation per MSI verwenden.


Hübsche Ansichten in Vista


Bei Vista gibt es einige zusätzliche Ansichten für Ordner - unter anderem die mit "extra großen" Symbolen. Wie praktikabel das ist sei mal dahingestellt - aber hübsch ist das bisweilen dann schon sehr... So sieht beispielsweise mein "Drucker" Ordner aus...


So verwaltet man virtuelle Maschinen


Ich habe ja schon häufiger erwähnt, das wir hier relativ viele virtuelle Rechner für verschiedenste Zwecke einsetzen, zur Zeit verwenden wir dazu Virtual PC (auf Desktops) sowie Hype-V vom Windows Server 2008. Wenn die Rechner laufen, dann sind es ganz normale Hosts in unserem Netzwerk. Man kann sich dann also ganz normale per Remote Desktop zu den Kisten verbinden und damit arbeiten.

Aber wie verwaltet man die Dinger: Schliesslich gibt es nirgends einen grauen Kasten mit einem "Ein" oder "Aus" Schalter? Gute Frage - das ist im allgemeinen nämlich der verwirrende Teil: Einen "virtuellen" PC kann sich jeder sofort vorstellen - nur eben nicht so konkret, das man mit der Vorstellung auch irgendwas anfangen könnte... :-)

Einen Hyper-V Server, bzw. die darauf installieren virtuellen Computer, verwaltet man mit der Hyper-V Managment Konsole. Dabei handelt es sich einfach um eine Snap-In für die MMC, mit der man sowohl lokal installierte virtuelle Maschinen als auch solche auf entfernten Rechnern verwalten kann. (Es gibt das Ding auch für Vista, man muss also nicht auf dem Server 2008 selbst arbeiten.). In laufendem Betrieb sieht das ganze so aus:

Links oben ist die Liste der installierten virtuellen Computer, ihr Zustand (also ob sie aus- oder eingeschaltet sind), sowie deren CPU-Auslastung und Betriebsdauer. Darunter gibt es eine Liste von "Snapshots" zum gerade ausgewählten Computer. Ein "Snapshot" ist ein Zustand des Geräts aus der Vergangenheit, den man wiederherstellen kann.

Und darunter befindet sich eine kleine Vorschau des ausgewählten Systems und ein paar Detailinformationen. Das Bild (hier der grüne Fleck) ist dabei ein "Live" Bild des Systems - würde man sich verbinden, dann sähe der Bildschirm zur Zeit so aus, wie abgebildet. M.a.w: Würde auf dem System gerade eine Anwendung laufen, dann würde man das auch sehen können.

Rechts befinden sich die möglichen Befehle. Im oberen Bereich sind das die, die den Hyper-V betreffen: Also solche zum anlegen weiterer virtueller Maschinen, zur Konfiguration von Hyper-V etc. etc.. Darunter befinden sich die für die gerade ausgewählte Maschine: Hier kann man sich zum Beispiel zur Maschine verbinden, sie einfach ausschalten (oder einschalten, wenn sie ausgeschaltet ist), oder auch herunterfahren oder umbennen. Ebenso ist hier der Befehl zum konfigurieren der virtuellen Maschine zu finden: Damit legt man beispielsweise fest, wie viel RAM die virtuelle Kiste hat, wie viele Netzwerkkarten und ähnliche Hardware-Parameter.

Das sichern von virtuellen Maschinen ist Server 2008 übrigens wirklich einfach geworden: Man führt einfach im laufenden Betrieb (sowohl des Servers als auch der darauf im laufenden Betrieb befindlichen virtuellen Maschinen) einen Image-Backup durch - damit hat man nicht nur den "echten" Server, sondern auch alle darin befindlichen Maschinen gesichert.


Windows 7: Beta verfügbar


Ab heute ist es verfügbar, das Beta für den Nachfolger von Vista: Windows 7. Musste ich natürlich sofort ausprobieren - sieht ganz hübsch aus und hat eine ganze Menge "neues" beigepackt.... Die Entwicklungsumgebung für PowerShell 2 kann ich beispielsweise noch gar nicht. Wie gut die Sache mit unseren Programmen klappt werde ich in den nächsten Tagen ausprobieren - es würde mich allerdings wundern, wenn wir irgendwelche Änderungen vornehmen müssen...


So zeigt man alle Dateien an


Unter Windows (XP und neuer) werden diverse Dateien und Ordner im Explorer von Haus aus nicht angezeigt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Ordner, in denen personalisierte Anwendungsdaten abgelegt werden, bei denen es sich nicht um echte Eingabedaten handelt. Sowas kann zum Beispiel eine Datei sein, in der die selbst eingestellten Optionen eines Programmes abgelegt werden. Im Fall der Baustatik werden unter anderem einige Protokolldateien in einem solchen Ordner abgelegt.

Das ist von Haus aus kein Problem, denn diese Ordner und Daten sind zwar für den Betrieb notwendig, aber für den Anwender nicht weiter von interesse. Manchmal möchte man diese Daten aber trotzdem sehen - im Fall der Baustatik zum Beispiel dann, wenn man nach einem Problem sucht und die Protokolldateien einsehen möchte.

Die Anzeige dieser Ordner und Dateien kann man daher im Explorer einstellen. Das geht über den Befehl Extras -> Ordneroptionen. Der öffnet einen Dialog, auf dem man die Anzeige der "versteckten" Dateien einschalten kann.

Ist die Option eingeschaltet, dann werden die "versteckten Dateien" sichtbar - so zum Beispiel auch der Ordner "Lokale Einstellungen", der Anwendungsdaten von lokal installierten Programmen enthält.


Was "Data.msi nicht gefunden" beim Installationsversuch bedeutet


Die Autoupdate-Datei für die Baustatik ist einfach ein ZIP-Archiv, das 2 weitere Dateien enthält. Die Dateien haben die Namen "setup.exe" und "data.msi". Die "Setup" Datei enthält im wesentlichen die "Logik" des Installationsvorgangs, die "data" Datei enthält hauptsächlich das, was installiert werden soll.

Klickt man unter Windows (XP, Server 2003, Vista, Server 2008) auf die "setup.exe", dann lädt diese die "data" Datei und beginnt mit dem Installationsvorgang. Bei manchen Kunden klappt das aber nicht. Statt mit der Installation zu beginnen, bekommt man nur die Fehlermeldung:

Data.msi wurde nicht gefunden.

Der Grund dafür ist eigentlich ganz einfach, wenn auch ein wenig schwer zu erklären. Windows hat von Haus aus eine eingebaute Unterstützung für ZIP-Archive, die es ermöglicht, ZIP-Archive mehr oder minder genauso verwenden zu können, als wären es Ordner. Damit das Setup-Programm die "Data" Datei laden kann sucht es sie zunächst - und zwar in dem Ordner, in dem es sich selbst befindet. Es befindet sich aber gar nicht in einem "echten" Ordner, sondern in einem ZIP-Archiv. Das macht aber nichts, denn Windows gaukelt dem Programm netterweise vor, es sei in einem Ordner - und in diesem "vorgespielten" Ordner befindet sich auch die "Data" Datei: Alles ist gut.

Dummerweise (oder, bei anderer Sichtweise vielleicht auch: Netterweise) bietet Windows den Herstellern von ZIP-Programmen aber auch eine Möglichkeit, die Behandlung von ZIP-Dateien vollständig selbst zu übernehmen. Installiert man so ein Programm, dann gehen die Windows-Dienste verloren und werden durch die des installierten ZIP-Programms ersetzt. Wenn nun dieses Programm nicht ganz so transparent funktioniert wie der ZIP-Support von Windows, dann findet das Setup-Programm auch die "Data" Datei nicht mehr - und man bekommt die genannte Fehlermeldung.

Es gibt dafür aber zwei Lösungen. Die meiner Ansicht nach vernünftigere ist die, das man erst gar kein externes ZIP-Programm installiert bzw. ein installiertes deinstalliert: Windows macht die Sache mit dem zippen nämlich auch ganz alleine recht gut. Wer das nicht will, der muss die beiden betroffenen Dateien aus dem Archiv in einen beliebigen Ordner (zum Beispiel auf den Desktop) kopieren, und setup.exe von dort aus ausführen: Dann gehts.


Es war einmal...


... ein Herr namens Peter Norton, der für ein mittlerweile (fast) vollständig verschwundenes Betriebssystem prima Tools programmiert hat. Seine Firma wurde irgendwann von einem Konzern übernommen, der seit einigen Jahren sogenannte Sicherheitssoftware für Windows herstellt und vertreibt.

Diese Sicherheitssoftware soll dafür schützen, das sich sogenannte Malware auf dem PC breit macht.

Kurz gesagt: Nach meinem dafürhalten handelt es sich bei der "Sicherheitssoftware" von Symantec um die am weitesten verbreitete Schadsoftware überhaupt. Und viele Menschen bezahlen sogar dafür. Ein aktueller Fall (der mit Sicherheit noch häufiger eintreten wird) ist dieser: Ein Kunde hat sich einen neuen Rechner angeschafft, und auf dem war Vista sowie "kostenlose zusätzliche Programme" vorinstalliert. Eines dieser Programme war das Symantec Antivirus-Programm.

Und dieses Programm hält es offenbar in der aktuellen Version für notwendig, bei jedem (?) Startvorgang des Rechners einige unserer Dateien zu überschreiben oder zu entfernen. (Habe den Eindruck: Sie stellen eine ältere Version wieder her.) Resultat: Die Zeiteinheiten für Work&Cash verschwinden immer und immer wieder. Einzige Lösung: Ausstellen der "Sicherheitssoftware".

Und ganz unabhängig davon, nur ein guter Rat zu neuen Rechnern: Wer sich dieser Tage einen neuen Rechner mit Windows zulegt, der bekommt meist einen auf dem nicht nur Windows, sondern auch aller möglicher anderer Kram vorinstalliert ist. Ich empfehle: Windows-CD raussuchen, Festplatte neu formatieren, und Windows neu installieren: Das dauert etwa 15 Minuten, dafür ist man aber alle Störefaktoren los, die der Hardware-Verkäufer aus welchen Gründen auch immer aufs System getan hat.


So gehts: Optische Zeichenerkennung (OCR) mit Microsoft Office


Angenommen man hat ein gescanntes Dokument oder einen Screenshot der Text enthält, und möchte nun den Text aus dem Bild in "echten" Text, also zum Beispiel in ein Word-Dokument umwandeln: Für solche Zwecke verwendet man OCR-Software, also Programme, die Text innerhalb eines Bildes erkennen und aus dem Bild extrahieren können.

Was nun viele nicht wissen: Das Microsoft Office Paket enthält (mindestens) seit der Version 2003 genau so eine Software. Und so wird die verwendet....

1.) Zunächst muss man das Werkzeug installieren, denn bei der "Standard" Installation von Office wird das Programm nicht mit installiert. Zu finden ist es im Installationsprogramm unter der Bezeichnung "Microsoft Office Document Imaging".

2.) Dann öffnet man das "Document Imaging" Tool. Dort kann man dann das Bild laden, das den Text enthält; als Beispiel habe ich hier einen Screenshot einer Webseite verwendet. Ist das Bild geladen, drückt man auf den Button mit dem "Auge". Das führt zu einer Untersuchung des Bildes - danach "weiss" die Software, wo sich darin Text befindet.

3.) Nun markiert man den gewünschten Text im Bild. (Das geht, weil das Programm nach dem 2. Schritt zusätzlich zu den Bilddaten auch Informationen über die Textposition darin kennt. Das sieht dann ungefährt so aus:

4.) Nun drückt man auf den Button mit dem Word-Symbol: Das transferiert den Text nach Word. Dort sieht die Sache auf Basis des Beispiels dann so aus:

Wie man sieht gibt es zwar ein paar kleinere Fehler, der wesentliche Teil des Textes kommt aber korrekt an.


So stockt man die Windows-Desktop Suche auf


Die Windows-Desktop Suche kann nicht nur Textdateien und eMails durchsuchen - sie kann im Prinzip jede beliebige Datei durchsuchen, sofern für einen gegebenen Dateityp ein "Ifilter" zur Verfügung steht. Und diese Filter stehen für eine Menge Dateien zur Verfügung, so auch für die Dateien, die Office erzeugt und für ZIP-komprimierte Dateien. Nur werden diese Filter nicht automatisch mit installiert. Es gibt sie aber hier als kostenloses Download: IFilter für Office und ZIP-Dateien.


Windows Server Update Service


Empfehle ich unbedingt: Wenn Sie ...

  • Mehrere Rechner im Büro haben.
  • Windows Server 2003 oder 2008 mit Active Directory einsetzen.

... dann sollten Sie unbedingt die Windows Server Update Services einsetzen. Die gibts für den 2003er Server als kostenlosen Download, beim 2008 sind die fest als Server-Rolle integriert. Der Einsatz davon hat einige Vorteile:

  • Man kann, so man will, einzelne Updates blockieren
  • Man spart (zum Teil enorme) Bandbreite, da nur noch ein einziger Rechner im Netz die Updates herunterlädt.
  • Man spart ganz gewaltig viel Zeit, wenn man mal einen neuen Rechner installieren und den mit allen aktuellen Updates ausstatten muss.
  • Und außerdem hat man immer schön im Blick, ob irgendwo ein Update fehlt.