Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Geräte-Empfehlung: Pulse-Eight USB-CSC Adapter


Ich habe im Büro schon immer mehrere Monitore und die sind im Laufe der Zeit auch noch gewachsen. Aktuelle habe ich 2 große LGs mit einer Auflösung von je 1340x2160, die ich mit 150% Skalierung betreibe. Damit habe ich viel Platz, kann angenehm arbeiten und trotzdem alles lesen.

Im Laufe der letzten 2,5 Jahre ist aber ein zusätzliches Element dazugekommen: Wir führen oft Meetings oder Webinare mit Teams oder Zoom durch und dafür habe ich einen zusätzliche Monitor angeschafft. Nur: Eigentlich ist da kein Monitor, denn aus Gründen der Bequemlichkeit, wollte ich ein sehr großes Gerät (Also: Große Bilddiagonale), das recht weiter entfernt von mir steht. Um genau zu sein: Es sollte auf der anderen Seiten meines Schreibtisches an der Wand stehen – das ist etwa 2.5 m von mir entfernt und führt bei Video-Calls dazu, das man fast das gleiche Gefühl hat, wie bei einem “richtigen” Gespräch.

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Das Gerät hat eine Diagonale von knapp 150 cm und damit kann man auch über die doch recht große Entfernung recht gut arbeiten.

Allerdings: Monitore in diesem Größen sind irre teuer. Darum habe ich keinen Monitor, sondern einen Fernseher gekauft und zwar diesen hier. Den kann man genau wie die normalen Monitore per HDMI an der Graphikkarte anschließen und auch sonst gibt es keine Probleme damit, so ein TV-Gerät am Rechner genau so zu verwenden, wie einen teuren Computer-Monitor. Natürlich abgesehen davon, das man noch einen vollwertigen Fernseh-Empfänger und die typischen Smart-TV-Funktionen einfach mitbekommt.

Allerdings gibt es einen Haken und der hat mich genervt: Computermonitore gehen einfach an, wenn man den Computer einschaltet und aus, wenn man den Computer ausmacht. Das funktioniert, weil die eben einfach bemerken, ob sie ein eingehendes Signal haben oder nicht – und dann darauf eben reagieren.

Bei einem modernen Fernseher ist das nicht der Fall: Der Fernseher kann über alle möglichen Kanäle Daten bekommen (LAN, Wlan, Bluetooth, Antenne, HDMI-Eingänge…) und reagiert darum absolut nicht darauf, ob irgendwo ein Signal ankommt oder nicht. Man muss das Geräte darum morgens per TV-Fernbedienung ein- und abends wieder ausschalten. Abgesehen davon das ich diesen manuellen Vorgang blöde fand, musste ich dazu natürlich auch noch immer die Fernbedienung in meinem ohnehin knappen Platz auf dem Schreibtisch unterbringen: Unpraktisch.

Nun ist es so, das TV-Geräte sehr wohl einen Steuermechanismus haben, mit dem man die ein- und ausschalten kann. Dieser Mechanismus heißt “CEC” und im Wesentlichen ist es so, das mit dem CEC-Protokoll über das ganz normale HDMI-Kabel eben zusätzliche Kontrollbefehle gesendet werden können: Die schalten das Gerät eben zum Beispiel ein- oder aus. Wenn Sie eine Spielekonsole an einem TV hängen haben und der Fernseher angeht, wenn Sie die Konsole einschalten, dann geht das per CEC. Ebenso, wenn Sie einen “Magenta” oder “Amazon” HDMI-Stick haben – auch die schalten das Gerät per CEC ein- oder aus.

Nun müsste die Graphikkarte beim einschalten einfach eine CEC “ein” und beim ausgehen ein CEC “aus” Signal schicken und das Problem wäre gelöst. Meine Graphikkarte weiß aber nichts über CEC. Praktisch keine Graphikkarte  kann das. Resultat: TV geht nicht mit dem Computer an und eben auch nicht mit ihm aus.

Tja.

Nun verfügen moderne Fernseher über die lustigsten Möglichkeiten und Optionen. In meinem Fall war das “Wake on WLan” um nur eine zu nennen. Aber keine davon löste das eigentliche Problem. Nach längerem Suchen haben ich aber eine Lösung gefunden und zwar den Pulse Eight USB-HDMI-CEC Adapter.

Der Adapter funktioniert so: Er hat zwei Verbindungen zum PC. Eine davon geht in einen USB-Slot und wird dafür verwendet, das Software auf dem PC mit dem Adapter kommunizieren kann. Die zweite ist einfach ein HDMI-Eingang. Man steckt also aus dem PC sowohl ein USB-Kabel als auch das normale HDMI-Kabel in den Adapter. Ausgehend hat er HDMI, das Kabel zum Fernsehen geht also dann aus dem Adapter raus und in den Fernseher rein.

Schaltet man den PC aus, dann bekommt der Adapter das per USB mit und sendet dem TV ein CEC-Aus. Schaltet man den PC ein, dann bekommt der Adapter das auch mit und schickt ein CEC-Ein an den Fernseher. Resultat: TV geht mit dem Computer sowohl an als auch aus. Funktioniert hervorragend und kann ich empfehlen.

Kurzer Hinweis, wenn Sie das selbst auch verwenden wollen

Die mit dem Gerät gelieferten Anleitungen sind eher dünn bis nicht existierend und die Webseite ist ein bisschen unaufgeräumt.  Wenn Sie das ganze unter Windows nutzen wollen, dann müssen Sie folgendes tun:

  • Adapter einbauen. Welche HDMI-Seite in welche Richtung geht, ist auf dem Adapter aufgedruckt. Es ist wichtig die Slots nicht zu vertauschen, also auf den Aufdruck achten.
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  • Dann die Treiber von der Herstellerseite runterladen und installieren. Dabei gibt es eine Fehlermeldung wegen “Eventghost”. Die können Sie ignorieren, es sei denn Sie wissen was Eventghost ist und wollen das benutzen. (Braucht man nicht für das beschriebene Resultat.)
  • Jetzt in den Installationsordner gehen und das dort befindliche CEC-TRAY.exe mit Ihrem Autostart-Ordner verknüpfen.
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  • Danach ging es bei mir: Möglicherweise muss man das CEC-TRAY auch einmal starten. Das Programm hat mehrere Reiter, aber man braucht nur den namens “Konfiguration”. Bei mir waren da aber von Haus aus plausible Optionen eingestellt. Ich vermute, wichtig wird das erst dann, wenn man mehr als ein Geräte (oder was anderes als einen Fernseher) am HDMI hängen hat.


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