Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Lastweiterleitung: Eine kleines Problem

Bei der Lastweiterleitung geht es ja darum, die Auflagerreaktionen aus einem Dokument “einfach so” an ein weiteres Dokument weiterzuleiten. Dabei kann es natürlich auch Ketten geben: Dach –> Durchlaufträger –> Stütze –> Dach … etc.

Dabei können dann “interessante” Probleme auftreten, denn diese Ketten können natürlich leicht zyklisch werden. Dann leitet zum Beispiel ein Durchlaufträger seine Auflagerkräfte in einen weiteren und der wiederum seine in den ursprünglichen. Das geht natürlich nicht – denn dann wäre das Gesamtsystem natürlich nicht mehr berechenbar.

Bei der für die Baustatik geplanten Weiterleitung werden solche Fälle natürlich überprüft und führen gegebenenfalls zu Fehlermeldungen. Die gibt es natürlich auch schon, während die Weiterleitung noch definiert wird.

Und das äußert sich dann zum Beispiel so:

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Erste sichtbare Elemente für die Lastweiterleitung

Die Lastweiterleitung zwischen den Einzelbauteilen ist zur Zeit der Teil der Baustatik, an dem am meisten gearbeitet wird. Ein kleines bisschen was davon kann man nun auch schon sehen… nämlich, wie man ungefähr die weiterzuleitenden Lasten auswählen wird. Und zwar ungefähr so:

Es wird ein Objekt-Typ “Importierte Einwirkung” geben, und eine solche importierte Einwirkung hat verschiedene Eigenschaften. Dazu gehört natürlich das Dokument, aus dem die weiterzuleitende Last stammt, sowie das Lager, das diese Einwirkung produziert.

Ist man beispielsweise in den Eigenschaften einer importierten Einwirkung im Durchlaufträger, könnte das ganze in etwa so aussehen:

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Links wählt man das Dokument aus, das importiert werden soll, rechts wird das ausgewählte angezeigt. Außerdem kann man dort auch das gewünschte Lager auswählen – und damit das wirklich einfach geht, wird selbiges in der Vorschau mit markiert. (Das kann sich alles noch ändern, aber im Prinzip wird die Sache so aussehen.)

Probleme mit Systemkomponenten

Die Baustatik verwendet diverse Systemkomponenten und auch einige der “beweglichen” Teile: Das sind zum Beispiel die Laufzeitsysteme des Microsoft C++ Compilers. Diese Komponenten werden von sehr vielen Programmen verwendet, und die Installer dafür werden von Microsoft zur Verfügung gestellt: Eigentlich kann man damit nichts falsch machen.

Wie ich vor kurzem erfahren habe, stimmt das aber nicht. Bei einem Kunde kommt ein “Elster” Programm zum Einsatz – und immer, wenn dieses Programm aktualisiert wird, dann installiert es ebenfalls eine “C++” Laufzeitumgebung. Blöderweise entfernt es dabei gleich auch noch alle anderen davon – was es definitiv nicht tun sollte, denn unsere Baustatik läuft danach nicht mehr. Es Wunder, es fehlen schließlich “Teile”.

Falls das bei Ihnen auch passiert, können Sie die benötigten Komponenten aber von unserem Server runterladen und installieren. Sie benötigen:

Bei einem 32bit Rechner:

http://downloads.die.de/installers/vcredist_2010_x86.exe

http://downloads.die.de/installers/vcredist_2013_x86.exe

 

Bei einem 64bit Rechner:

http://downloads.die.de/installers/vcredist_2010_x86.exe

http://downloads.die.de/installers/vcredist_2013_x86.exe

http://downloads.die.de/installers/vcredist_2010_x64.exe

http://downloads.die.de/installers/vcredist_2013_x64.exe

Einwirkungen beim importieren zusammenfassen

Die Baustatik hat seit dem letzten Update im Fenster zum importieren von Auflagerreaktionen eine neue Option: “Mit vorhandenen Einwirkungen zusammenfassen”.

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Diese Option löst ein Problem beim importieren von Einwirkungen, das tendenziell dazu führt, dass man mehr Einwirkungen erhält, als man gerne hätte. Die importierten Auflagerreaktionen befinden sich ja meist an Stellen, an denen sich auch schon andere Einwirkungen befinden. Wenn man nichts weiter tut – und bisher war das so – dann entsteht durch den Import der Auflagerreaktionen eine neue Einwirkung pro importierter Reaktion.

Schaltet man die neue Option ein, dann passiert das nicht mehr. Bevor die “neue” Last erzeugt wird überprüft das Programm dann, ob es bereits eine Einwirkung im gleichen Lastfall und an der gleichen Position gibt. Existiert eine solche Last, dann wird die existierende so verändert, das Sie auch die Anteile aus dem Import erhält: Insgesamt hat man also hinterher weniger Einwirkungen.

In Zukunft anderes Speicherverhalten

Die Baustatik konnte ihre Dokumente schon seit geraumer Zeit in 2 unterschiedlichen Formaten speichern: “Normal” und “Komprimiert”. Der für die Anwender sichtbare Unterschied ist dabei der, das im “normalen” Format pro Eingabedatei 3-4 Dateien angelegt werden. Im “komprimierten” Format aber nur eine einzige. (Eine anderen Auswirkung des “komprimierten” Formates ist die, das die eingebaute Versionskontrolle aktiv wird.)

Der Grund für die Unterscheidung war dabei, das wir noch viele Anwender mit Windows XP hatten, und das komprimierte Formate unter XP nicht verfügbar war. Ab Version 127 unterstützen wird Windows XP aber nicht mehr, und darum steht das komprimierte Format für alle Programmversionen > 127 auch immer zur Verfügung.

Ob das eine oder das andere Format verwendet wird, legt man unter Optionen –> Einstellungen fest, und der Vorgabewert war “Komprimiertes Format wird nicht verwendet”. Ab dem nächsten Update wird das anderes: Der Vorgabewert ist dann, “Komprimierung verwenden”.

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ACHTUNG: Wenn Sie auch noch Rechner mit XP verwenden und darauf eine “alte” Version der Baustatik betreiben und zwischen Rechnern Daten austauschen wollen, dann müssen Sie das komprimierte Format ausschalten, denn die unter XP betriebene Version der Baustatik kann dieses Format nicht lesen.

Was ist der “BaustatikUpdateService”

Wir hatten das natürlich mit Antiviren-Programmen ausprobiert – interessanterweise auch mit Avira – und bei uns gab es im Test keine Probleme damit. Trotzdem gibt es offenbar Kunden, die seit der Installation von Version 127 folgende Meldung erhalten:

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Wie soll ich sagen: Ich mag Avira nicht besonders, da ich im Zusammenhang mit diesem Programm immer wieder sehr unschöne Störungen erlebe. (Ich empfehle an dieser Stelle – und nicht zum ersten Mal – die Verwendung der Sicherheitssoftware, die von Microsoft sowohl in Windows 7 als auch in Windows 8 mit beigepackt wird…)

Wie dem auch sein mag: Auch wenn Avira sich über den “BaustatikUpdateService.exe” beschwert: Das Programm ist völlig in Ordnung, und wird von uns mit voller Absicht als Windows Service im Rahmen der Installation mit installiert. Wie der Name des Programms schon sagt: Es kümmert sich um die Updates der Baustatik.

Bisher war es so, das die Baustatik bei jedem Programmstart einmal überprüft hat, ob ein Update vorliegt. Jetzt tut das der “BaustatikUpdateService” einmalig beim Start des Rechners (und danach alle 8 Stunden, sofern man den Rechner nicht ausmacht.). Anders als früher die Baustatik lädt der UpdateService die Updates auch automatisch herunter und installiert diese, ohne das man groß dafür tätig werden müsste. (In Ausnahmefällen erhält man ein ähnliches Fenster wie früher, das sollte aber nur extrem selten der Fall sein.)

Darum: Bitte ja, Avira sollte dieses Programm einfach arbeiten lassen.

Happy Birthday, Baustatik

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Die Baustatik wird heute 8 – die erste öffentliche Version gab es am 07.05.2007. Grund genug, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen um kurz zu überblicken, was im letzten Jahr so alles passiert ist. Und ein Blick in die Zukunft auf die nächsten größeren Erweiterungen geht wohl auch OK.

Die wichtigsten Erweiterungen des letzten Jahres:

  • Ein neues Modul Rissnachweis für die Mindestbewehrung nach EN 1992-1-1 7.3.2
  • Platte, Faltwerk, Scheibe und Rahmen können nun auch nach Zustand 2 berechnet werden
  • Work&Cash kann ohne lokalen TimeServer verwendet werden
  • Automatische Übergabe nach VCmaster
  • Export/Import von DWG/DXF stark erweitert
  • Lastgenerator auf EN-1991-1 umgestellt
  • Ermittlung diverser Parameter auf Basis der PLZ
  • Export des Ausdruckes im OpenXML-Format (der aktuellen Version von Word) in Form von .docx Dateien
  • …. und vieles, vieles mehr.

Und was kommt als nächstes ?

Kurze Antwort: Lastweiterleitung

Lange Antwort: Die Arbeiten für die Lastweiterleitung haben unmittelbar nach Fertigstellung der Version 127 begonnen. Nach dem momentanen Plan werden wir zunächst den Austausch zwischen Dach und Durchlaufträger einbauen, und das dann auf Stütze, Platte, Fundament und Faltwerk erweitern. Das ganze ist eher aufwendig, daher habe ich auch keinen genauen Zeitplan – ich gehe aber davon aus, das per monatlichem Update große Teile der Weiterleitung im Zuge dieses Jahres verfügbare sein werden.

Was bedeutet: “Produkt wird registriert”

Bei der Installation der Baustatik gibt es ein Fenster – seit Version 127 das, das am längsten sichtbar ist – mit dem Fortschrittsmelder-Text “Produkt wird registriert”.

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Was ist das für ein “registrieren” – und warum dauert das so “lange”. (Auf meinem Rechner ist das der längste Schritt der Installation, und er dauert ca. 8 Sekunden.)

Zunächst mal was es nicht ist: Der Installer redet nicht mit einem unserer Server um die Installation zu registrieren. Es handelt sich vielmehr um einen deutlich tiefer im System liegenden Vorgang, der innerhalb des Installationsprogramms nicht besonders glücklich übersetzt wurde, vielleicht auch deshalb, weil der Vorgang an sich etwas komplex ist.

Folgendes passiert: Große Teile der Baustatik werden NICHT in nativem Code für x86 CPUs ausgeliefert, sondern in einer Art Zwischencode. Erst beim installieren des Programms wird der in nativen Code übersetzt. Weil man sich beim installieren schon auf dem Zielrechner befindet, kann die Ausstattung (Genaue Art der CPU, vorhandene Menge an RAM…) des Rechners bei diesem Übersetzungsvorgang berücksichtigt werden: Die Baustatik wird also in einer auf den Zielrechner und dessen Ausstattung optimierten Form optimiert. Und weil das für eine recht große Menge an Elemente der Baustatik passiert, dauert das eben ein wenig.

(Bei den allermeisten zukünftigen Updates wird man diese Phase – genau wie alle anderen – aber gar nicht mehr sehen: Der Dienst für die automatischen Updates kümmert sich in Zukunft selbstständig im Hintergrund darum: Das “altbekannte” Installationsprogramm wird man also nur noch in Sonderfällen zu sehen bekommen.)

Neue Updates verfügbar

Im Download-Bereich ist ab sofort das monatliche Update der Baustatik verfügbar. Alle Änderungen und Neuerungen finden sich wie immer im Update-Protokoll.

Die wichtigste Änderung: Ab dieser Version kann die Baustatik nicht länger unter veralteten Windows-Versionen betrieben werden. Welche das genau sind, und was man tun kann, habe ich letzte Woche schon hier aufgeschrieben. Dort findet sich auch ein Link zum Download des Installationsprogramms für Version 126: Das ist die letzte Version der Baustatik, die noch auf veralteten Windows-Versionen installiert werden kann.

Weitere wichtige Erweiterungen:

  • Man kann nun die maximale Größe von Graphiken für den Export nach Word (Aktuelles und altes), Excel und BML angeben. Dadurch kann man auch beim Export blattfüllende Graphiken erhalten.
  • Es gibt nun einen Befehl zum zoomen auf die ausgewählten Objekte.
  • Es gibt neue Assistenten die bei Probleme mit der FE-Netzgenerierung verwendet werden können.
  • Das Programm hat nun einen veränderten Mechanismus für automatische Updates, der im Hintergrund läuft und die Software immer automatisch auf dem neuesten Stand hält: Manuelles Eingreifen wird in Zukunft nur noch in Sonderfällen notwendig sein.

Vorab-Informationen zum nächsten Update der Baustatik

Unabhängig von darin befindlichen neuen Funktionen ist das nächste Update der Baustatik in verschiedenen Aspekten deutlich anders, als die bisher gewohnten Updates. Und weil das so ist, hier eine kurze Zusammenfassung der Besonderheiten in diesem Update:

Die nächste Version der Baustatik kann bei veralteten Betriebssystemen nicht mehr verwendet werden.

Das bedeutet konkret:

  • Für Windows XP: Sie können das nächste Update der Baustatik NICHT mehr unter Windows XP verwenden. Die letzte Version der Baustatik die unter Windows XP (SP3) installiert und betrieben werden kann ist die Version 1.126. Wenn Sie in der Zukunft aus irgend welchen Gründen noch eine Baustatik unter XP betreiben oder installieren wollen, dann können Sie die Archiv-Kopie von Version 1.126 verwenden. Diese Version finden Sie hier.
  • Für Windows Vista: Sie benötigen mindesten Vista SP2. Wenn Sie eine ältere Version von Vista einsetzen, dann können Sie das Update auf SP2 kostenlos bei Microsoft herunterladen.
  • Für Windows 7: Sie benötigen mindestens SP1. Wenn Sie eine ältere Version von Windows 7 einsetzen, dann können Sie das Update kostenlos bei Microsoft herunterladen.
  • Für Windows 8 und 8.1: Es sind keine Updates notwendig.

Version 1.126 lädt bei veralteten Betriebssystemen keine Updates mehr herunter

Bei Windows XP, Vista vor SP2 und 7 vor SP1 bietet die Baustatik die Möglichkeit zum herunterladen der Updates nicht länger an. (Es gibt natürlich auch keine Updates, die man installieren könnte.). Die Version 1.126 kann aber auf diesen veralteten System unbegrenzt lange weiter verwendet werden.

Die nächste Version installiert einen Windows-Dienst

Dieser Dienst taucht in der “Dienste” Anwendung der Systemsteuerung auf.

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Dieser Dienst kümmert sich in Zukunft um das automatische Updaten der Baustatik (und der XFEMily-Programme) im Hintergrund. Die Installation wird auf diese Weise immer automatisch auf dem neuesten Stand gehalten.

Ein kleiner neuer Button

Ab dem nächsten Update hat die Baustatik einen neuen Button in der Werkzeugleiste:

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Der befindet sich zwischen dem “Zoom-Alles” und dem “Zoom-Fenster” Button. Und Überraschung: Er hat auch mit Zoomen zu tun Smiley

Der Button kann angeklickt werden, wenn eines oder mehrere Objekte im ausgewählten Zustand sind. Klickt man drauf, dann gibt es einen Zoom-Ausschnitt, dessen Abmessungen von den ausgewählten Objekten abhängig ist. Es wird also so nah rangezoomt, das die ausgewählten Elemente den Fensterausschnitt festlegen.

… ab dem nächsten Update Smiley