Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Das monatliche Update ist ab sofort verfügbar

Alle Änderungen und Neuerungen finden Sie wie immer im Update-Protokoll. Hier die wichtigsten Änderungen in der Übersicht:

  • An vielen Stellen können Lastbeiwerte nun einfach über die Eingabe einer PLZ ermittelt werden.
  • Beim polygonalen Erzeugen von Einwirkungen können nun automatisch Einzelsegmente erzeugt werden.
  • Der Durchlaufträger kann seine Daten nun auch als Faltwerks-Datei speichern.
  • Das Dach kann nun auch Satteldächer berechnen.

Export nach Word: So wird es besser

Die Baustatik kann den eigenen Ausdruck nicht nur selbst am Bildschirm anzeigen oder auf einen Drucker ausgeben, Sie können den Ausdruck auch in verschiedene Dateiformate exportieren: Unter anderem nach OpenOffice, Word, Excel und in den VCMaster.

Beim Export nach Word werden die Daten ganz gut übergeben, aber in Abhängigkeit von der verwendeten Stil-Datei kommen einige Formatierungen nicht an: Im besonderen sind das die Schriftarten, Farben und Größen der Texte, die sich in Tabellen befinden. Der Grund dafür ist der, das Word (zumindest die Versionen die wir hier getestet haben) das “allgemeine” Format für die Tabelle nicht auf einzelne Zellen übernimmt: Nur wenn eine Zelle selbst eine konkrete Formatierung hat, kommt die bei Word an.

Das Ergebnis ist dann, das “besonders” markierte Tabellen-Zellen (z.b.: Minima und Maxima) in der richtigen Schriftart dargestellt werden, “normale” Texte aber nicht – die erscheinen dann im Allgemeinen in “Times New Roman” mit 12 Punkten.

Das kann man aber einfach loswerden, indem man in der eigenen Stil-Datei auch für normale Zellen ausdrücklich eine Formatierung vorsieht, und das geht so:

  • Baustatik starten
  • Datei -> Drucken -> Dokumentvorlagen-Editor
  • Es wird das Fenster "Druckformatvorlagen-Editor" angezeigt.
  • Hier links unten (bei "Verfügbare Formate") die Vorlage auswählen, die Sie verwenden.
  • Der Editor hat im wesentlichen 3 Bereiche: Ganz links sind die verfügbaren Formate, in der Mitte deren Eigenschaften.
  • Bei den verfügbaren Formaten auf das Format "TableCellContentMin" gehen: Es werden dessen Eigenschaften im mittleren Feld angezeigt. Von Interesse ist hier nur die Schriftart und Größe. Beides merken.
  • Dann auf "TableCellContent" gehen: Dort ist keine Schriftart ("Font") gesetzt.
  • In die Zeile "Font" klicken: Es wird ein Button angezeigt. Da drauf klicken. Es wird das Fenster zur Font-Auswahl angezeigt.
  • Hier die Schriftart und Größe auswählen, die Sie sich vorher gemerkt haben. (Im Fenster werden nur "gerade" Größen angezeigt. Wenn Sie sowas wie "9.25" brauchen, die "9" nehmen....)
  • Jetzt auch die Schriftart für "TableCellContentZero" einstellen.
  • Jetzt die Schriftart und Größe für "TableCellContentMinWide" ermitteln und merken und dann für "TableCellContentWide" und "TableCellContentZeroWide" setzen.
  • Dann das ganze mit "Speichern unter" unter einem neuem Namen im Order "\MeineDokumente\Baustatik\Vorlagen" speichern.
  • Jetzt fürs aktuelle und zukünftige Dokumente diese Vorlage einstellen: Beim Export nach Word kommen dann die richtigen Schriftarten an.

Erweiterungen bei Streckeneinwirkungen auf Faltwerkselemente

Wenn man in der Baustatik Streckenlasten auf Faltwerkselemente graphisch – also durch das anklicken eines Polygonzuges – aufbringt, dann wurden diese Streckeneinwirkungen bisher auch als Polygonzug behandelt: Die Lasten waren alle im gleichen Lastfall und hatten die gleiche Größe und die gleiche Lastrichtung. Das ist in verschiedenen Fällen aber nicht da, was man gerne hätte: Man will zwar einen Polygonzug für die Streckenlasten definieren, will aber nachher unterschiedliche Lastgrößen an den einzelnen Kanten des Polygonzuges haben.

Dafür gibt es ab dem nächsten Update zwei zusätzliche Möglichkeiten: Zum einen werden dann die polygonal definierten Streckenlasten automatisch in Einzelsegmente unterteilt: Hat man also einen Polygonzug über 3 Stützpunkte definiert, dann erhält man als Resultat 2 voneinander getrennte Streckenlasten. Möchte man statt dessen das alte Verhalten, dann kann das über Optionen –> Einstellungen –> Faltwerk wieder hergestellt werden:

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Hat man allerdings schon einen polygonale Streckenlasten über mehrere Segmente definiert, dann kann man diese über ihr Objektmenü auch noch nachträglich in Einzelsegmente zerteilen:

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Ausgabeprotokoll konfigurieren

Vor kurzem hatte ich folgende Kundenfrage:

Wie kann ich mir im Ausgabeprotokoll die Auflagerkäfte der linearen Überlagerung in der Grundkombination ausgeben lassen? Momentan werden mir nur Auflagerkräfte in der Kombination ohne Beiwerte ausgegeben.

Die Lösung dafür ist eigentlich ganz einfach – man muss nur drauf kommen Smiley … wie so oft in der Baustatik geht das über eine Veränderung von Eigenschaften. Folgendes ist zu tun: Man holt sich die Eigenschaften der Auflager in der Ausgabesteuerung, und stellt dort die gewünschte Bemessungssituation ein:

 

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Hilfe–der Ausdruck enthält komische Zeichen

Die Baustatik versucht möglichst schöne Ausdrucke zu erzeugen und verwendet darum auch alle möglichen und zur Verfügung stehenden Sonderzeichen: Es wird darum auch sowas wie m³ ausgedruckt, statt m^3: Das geht leider nicht in allen Fällen gut. Es sollte zwar auf jedem aktuellen Windows ein Schriftsatz enthalten sein, der Sonderzeichen wie “hoch 3” enthält – das ist aber aus unklaren Gründen nicht immer der Fall: Der Font kann ausgetauscht worden sein, er wurde deinstalliert, ist einfach nur kaputt… einfach schwer zu sagen.

Wenn es aber nicht geht, dann äußert sich das, indem statt der gewünschten irgendwelche “merkwürdigen” Zeichen ausgegeben werden. Das kann man aber abstellen. Dazu müssen Sie unter Optionen –> Einstellungen –>Drucken  den Wert für “Sonderzeichen” auf “ersetzen” stellen.

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Informationen zu Postleitzahlen

Wie bereits erwähnt gibt es in der Baustatik ab dem nächsten Update in mehreren Dokumenten die Möglichkeit, benötigte Eingabedaten direkt aus der Eingabe einer PLZ zu generieren.

Zusätzlich wird es dann auch ein weiteres Fenster geben, zu öffnen über “Fenster –> Weitere Fenster”. Da kann man, unabhängig vom aktuellen Dokument-Typ immer alle Informationen auch direkt abfragen: Man gibt eine PLZ (Der Bundesrepublik Deutschland) ein und erhält die Höhe, die Schnee- und Windlastzone, sowie Windstaudruck und Schneegrundwert.

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… ansonsten bin ich ab jetzt auf dem Viktualienmarkt Smiley

Export nach VCMaster auf 64bit Systemen

Die Baustatik kann auf verschiedene Arten mit dem VCMaster zusammenarbeiten. Kürzlich ist aber ein Problem aufgetreten: Wenn die 64bit Version der Baustatik eingesetzt wird – das ist dann der Fall, wenn ein 64bit Windows eingesetzt wird – und man versucht bei laufendem VCMaster den Befehl “In VCMaster einfügen” zu verwenden, dann kommt es zu einem Absturz. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller konnten wird das Problem in der von VCMaster zur Verfügung gestellten 64bit-Version der Export-DLL finden. Das Problem in dieser DLL wurde nun behoben – und ab dem nächsten Update ist die neue DLL dann auch bei der Baustatik dabei.

Wer nicht bis zum Ende des Monats warten will, kann diese Variante jetzt sofort verwenden. Dazu ist folgendes zu tun: Aber Achtung: NUR auf 64bit-Windows Systemen!

  • Datei runterladen:  http://www.die.de/downloads2/bml.zip
  • Die darin befindliche bmlcr.dll entpacken
  • Die lokal in \Program Files (x86)\D.I.E. Software GmbH\Baustatik\runtime\xfalt\bin befindliche Version der DLL durch die neue ersetzen.

Danach gehts Smiley

So schaltet man die Lasten aus

In der Baustatik kann man eigentlich alle Darstellungseigenschaften so konfigurieren, wie man das gerne hätte: Jedes Element hat unter anderem eine Eigenschaft namens “Sichtbar”  und wenn man die auf “nein” stellt, das wird das zugehörige Element nicht mehr angezeigt.

Eine Sonderstellung nehmen dabei die Einwirkungen ein, denn bei denen gibt es eine zusätzliche Möglichkeit die auszuschalten – und zwar mit Hilfe des Lastfalles. Jede Last befindet sich in einem Lastfall – der Lastfall ist einfach eine Eigenschaft der Last:

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Nun kann man die Lasten natürlich einzeln ein- und ausschalten, man kann das aber auch mit den Lastfällen tun: Wenn man die Anzeige eines Lastfalles ausschaltet, dann werden alle Lasten darin ebenfalls unsichtbar, Das geht am einfachsten mit der Lastfallfilter-Ansicht, die man über das “Fenster” Menü ein- und ausblenden kann: Drückt man da auf “Keiner”, sind alle Lastfälle und damit auch alle Lasten unsichtbar.

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Mit Postleitzahl bequemer

Ab dem nächsten Update kann man im Dach und im Lastgenerator der Baustatik die Windlastzone, die Schneelastzone, die Höhe über NN sowie einige daraus abgeleiteten Werte (Windstaudruck, Schneegrundwert) einfach durch die Eingabe einer PLZ ermitteln. Das ganze sieht in etwa so aus:

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Man klickt also in das Feld “PLZ” und fängt mit dem tippen der PLZ an und das Programm schlägt automatisch alle möglichen Postleitzahlen/Gemeindekombinationen vor, Wählt man eine aus, werden die angesprochenen Optionen automatisch auf den richtigen Wert gesetzt. Im Dach sieht das ganze dann sehr ähnlich aus:

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Verbesserungen an der Bemessung im Durchlaufträger

Die Bemessungsfunktion im Durchlaufträger der Baustatik wurde ja bereits im letzten Update aufgestockt. Fürs nächste Update gibt es eine weitere Verbesserung: Der bisher linear operierende Bemesser funktioniert nun mit einer Binärsuche.

Tolle Sache, eigentlich könnte ich nach diesen schönen Fachbegriffen den Blogeintrag ja beenden – aber, mal ernsthaft: Was bedeutet das eigentlich? Smiley

In Kürze: Ab dem nächsten Update ist die Bemessung (in bestimmten Fällen) sehr viel schneller als die vorige. Und das liegt an der anderen Art der Vorgehensweise. Der lineare Bemesser ging alle Möglichkeiten durch, bis eine passende gefunden wurde – der mit der Binärsuche macht das deutlich klüger, indem er die zu untersuchende Menge an Möglichkeiten in jedem Durchlauf halbiert.

Um das klarer zu machen hier ein Beispiel(Das im Detail nicht wirklich abbildet, was der Durchlaufträger tut, aber fürs Verständnis nah genug dran ist.): Angenommen man hat einen Holzquerschnitt und gibt als Maximalhöhe 100 cm an – und als Schrittweise 1 cm. Dann beginnt der lineare Bemesser mit einem Querschnitt von 1 cm Höhe und erhöht. Angenommen, der passende Querschnitt hat eine Höhe von 74 cm – dann führt der lineare Bemesser 74 Schritte durch. In jedem Schritt wird ein kompletter Durchlaufträgernachweis durchgeführt: Es braucht also 74 Nachweise bis der erste gefunden wird der klappt – und daraus ermittelt sich dann auch die Dauer für die Bemessung.

Der Bemesser mit der Binärsuche macht was anderes: Er fängt zunächst beim Minimum an und macht einen Nachweis. Wenn der nicht gelingt, teilt er die Menge der Möglichkeiten durch 2 und macht dort einen Nachweis. Der Erste ist also bei 1 cm und der 2. bei 50 cm. Gelingt der 2. Nachweis auch nicht, hat man ein neues Minimum – gelingt er, hat man ein neues Maximum. Im Beispiel würde der Nachweis bei 50 cm fehlschlagen: Der Bemesser teilt also die Restmenge (von 50 bis 100 cm) durch 2 und versucht es in der Mitte: Er landet bei 75 cm und macht den Nachweis dort. Der gelingt – es gibt also ein neues Maximum.

Die Restmenge wird wieder geteilt, und der Bemesser versucht es also nun mit 62 cm. Der Nachweis schlägt fehlt. Der nächste Versuch findet bei 62 + (75-62)/2, also bei 68 (gerundet) statt. Auch dieser Nachweis schlägt fehlt. Der nächste findet bei 68 + (75-68)/1 statt, also bei 71…. und so weiter, bis der Bemesser schließlich – aber mit dramatisch viel weniger Versuchen – auch bei 74 cm landet.

Darum geht es dann auch viel schneller als vorher – und man kann viel kleinere Schrittweiten verwenden.