Andreas Wölfers Baustatik Blog

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Beispiel nach EN 1995


Vor kurzem habe ich hier die Grundlagen zur Berücksichtigung von kmod erläutert. Heute möchte ich dazu ein kleines Beispiel bringen.

Bei dem Beispiel handelt es sich um einen Einfeldträger mit folgenden Parametern:

Länge3,00 m
h/b8/20
Nutzungsklasse2, überdachte offene Tragwerke
Ständige Einwirkung2 kN/m
Verkehrseinwirkung3 kN/m
Schnee1 kN/m
Widerstandsmoment w8 * 20^2 / 6 = 533 cm3
System


In Feldmitte stellen sich folgende Ergebnisse für die einzelnen Lastfälle ein:

Feldmitte


Mit diesen Werten führt das Programm die Überlagerungen durch:

Ueberlagerungsregel


Wie man an der oberen Grafik erkennen kann, werden 4 getrennte Überlagerungen berechnet. Die Ergebnisse zeigt die folgende Tabelle:

Tabelle


Ergebnis:

Das Med aus der 2. Überlagerung (8.10) führt zu der größten Ausnutzung (1.03), obwohl es sich hier nicht um das größte Moment handelt.


Update Xmau, Mauerwerk 7.43



In Kürze ist die Version 7.43 von Xmau verfügbar.

Änderungen

  • Verschachtelte oder übereinander liegende Wandöffnungen innerhalb eines Geschosses sind nicht zulässig. Es erscheint eine entsprechende Fehlermeldung.
  • Die Druckausgabe der Grafiken wurde korrigiert und verbessert.

Bemessung nach EN 1995


Der Nachweis der Tragfähigkeit nach EN 1995 erfolgt über den Vergleich der einwirkenden Beanspruchungen mit den zulässigen Beanspruchungen.

Dabei gilt: Ed ≤ Rd

Ed : Bemessungswert der einwirkenden Beanspruchungen

Ed ergibt sich aus den Bemessungsschnittgrößen für die zu untersuchende Bemessungssituation unter Berücksichtigung der Sicherheitsbeiwerte und Kombinationsbeiwerte.

Rd : Bemessungswert der zulässigen Beanspruchungen

Rd ist der Bemessungswerte der Baustoffeigenschaften und berechnet sich aus:
Rd = kmod*(Rk / γm), mit:
  • Rk : charakteristischer Wert der Baustoffeigenschaften, dies ist z.B. die zul. Biegespannung
  • kmod : modifizierender Faktor, der den Einfluss der Lasteinwirkungsdauer und der Holzfeuchte auf die Baustoffeigenschaften berücksichtigt.
  • γm : Teilsicherheitsfaktor der Baustoffeigenschaften
Die zulässigen Spannungen Rk werden mit kmod multipliziert. Größere Werte von kmod führen zu größeren zulässigen Spannungen.

Tabelle der Modifikationsbeiwerte kmod

Nach EN 1995, Tabelle 3.1 listet für die verschiedenen Baustoffe den Modifikationsbeiwert kmod auf.
kmod ist von der Nutzungsklasse und der Lasteinwirkungsdauer abhängig.

Kmod


NK, Nutzungsklasse

Jedes Bauteil wird nach EN 1995 2.3.1.3 einer von 3 Nutzungsklassen zugeordnet.
Dieser Parameter wird im Programm über die Materialeigenschaften festgelegt und ist während des Bemessungsvorganges konstant.

Nutzungsklasse


kled, Klasse der Lasteinwirkungsdauer

Jede Lastart (z.B. ständige Lasten, Nutzlasten, Wind, Schnee, ...) hat eine durch EN 1995 festgelegte Lasteinwirkungsdauer. Dieser Parameter wird im Programm bei den Eigenschaften des Lastfalles festgelegt.

Kled

Besteht eine Bemessungslastkombination aus Einwirkungen, die zu verschiedenen Klassen der Lasteinwirkungsdauer gehören, dann ist nach EIN 1995 3.1.3 der Wert von kmod zu verwenden, der zu der Einwirkung mit der kürzesten Dauer gehört. z.B. ist für eine Kombination aus ständigen und kurzzeitigen Einwirkungen der Wert für kmod zu verwenden, der einer kurzzeitigen Einwirkungsdauer entspricht.


Da die zulässigen Spannungen von der Lasteinwirkungsdauer der beteiligten Einwirkungen abhängen, müssen bei der Bemessung alle möglichen Lastfallkombinationen untersucht werden. Es genügt nicht, die Bemessung mit den extremalen Schnittgrößen durchzuführen, da diese unter Umständen nicht das extremale Spannungsverhältnis ergeben.


Um alle möglichen Kombinationen zu ermitteln, erzeugt das Programm intern aus einer Überlagerungsregeln mehrere, von einander unabhängige, Überlagerungsregeln.
Diese "internen" Überlagerungsregeln werden unabhängig voneinander bemessen. Das Programm liefert aus diesen Einzelberechnungen das Maximum des Spannungsverhältnisses.
Diese "internen" Überlagerungsregeln enthalten jeweils nur diejenigen Lastfälle, aus der sich die Lasteinwirkungsdauer ergibt, sowie alle weiteren Lastfälle mit einer längeren Nutzungsdauer.


KledEnthalten Lastarten
ständigständig
langständig + lang
mittelständig + lang + mittel
kurzständig + lang + mittel + kurz
sehr kurzständig + lang + mittel + kurz + sehr kurz


Virtuelle Telefonanlage von vio:networks


Da wir in den letzten Monaten ziemlich viel Probleme mit unserem bisherigen Telefonanbieter hatten, fassten wir den Entschluss, diesen zu wechseln.

Dabei ist die Wahl auf einen Anbieter einer “virtuellen” Telefonanlage gefallen.

Der Anbieter heißt vio:networks und hat seinen Sitz in Berlin.

Bei einer “virtuellen” Telefonanlage handelt es sich um ein Programm, das auf einem Rechner läuft. Dieses Programm stellt alle Dienste zur Verfügung, die auch eine “normale” Telefonanlage bietet. Das Programm verwaltet dabei auch die Telefonnummern unsere Firma, wie z.B. die bekannte Hauptnummer “0208 409510”.

Das Programm läuft auf einem Server, der im Rechenzentrum von vio:networks steht.  Unsere Büros und auch weitere Heimarbeitsplätze, etc. sind einfach über das Internet mit diesem Server verbunden.

Es ist möglich, ein Telefon an einem beliebigen Ort auf der Welt über das Internet mit der Telefonanlage zu verbinden und zu verwenden. Wenn unsere Hauptnummer angerufen wird, so schellt auch dieses Telefon.

Dadurch sind wir völlig ungebunden vom Ort. Das finde ich schon fantastisch.

Neben der Technik ist natürlich auch der Service wichtig. Bei vio:networks landet man bei Problemen nicht in einer Warteschleife. Die Mitarbeiter sind extrem freundlich, kompetent und hilfsbereit. Genauso wie man es sich wünscht und wie auch wir unsere Kunden behandeln.

Ich kann vio:networks wirklich empfehlen.


Update für das Dach


Die Definition der Streckenlasten erfolgt im Dachprogramm auf dem Reiter „Standardlasten“ des Dachdialogs.

Streckenlasten


Neben den Streckenlasten können an beliebigen Stellen auf dem Sparren zusätzliche Einzellasten definiert werden.

Bei diesen werden die Anteile aus Eigengewicht, Nutzlast, Wind und Schnee getrennt voneinander angegeben.


image


Die Anteile aus Wind und Schnee der Einzellasten wurden bisher nur dann berücksichtigt, wenn auch entsprechende Streckenlasten definiert waren.

Dieser Fehler ist in der nächsten Version korrigiert.


Termine und Tagungsorte Roadshow 2017


 

Nach dem Start der Baustatik Roadshow in Wien haben wir nun auch die anderen Tagungsorte festgelegt.

Anbei die aktuelle Liste der Termine und Tagungsorte.

 

DatumOrtTagungsort
11.09.2017DüsseldorfLindner Congress Hotel
12.09.2017HannoverAchat Premium
13.09.2017HamburgAlsterkrug Hotel
14.09.2017BerlinHotel am Borsigturm
15.09.2017DresdenHotel Dormero
   
25.09.2017FrankfurtMövenpick
26.09.2017NürnbergMövenpick
27.09.2017StuttgartArcona Hotel
28.09.2017ZürichRadisson Blu
29.09.2017MünchenNH Hotel Airport
   
09.10.2017BozenKolpinghaus Bozen


Hier erhalten sie weitere Informationen und können sich auch anmelden.


Stützenbemessung mit Knicken und Biegedrillknicken nach EN 1993-1-1 5.2.2. (3)


In der neuen Version der Stahlstütze kann man auswählen, ob die Berechnung nach Th.1. oder Th.2. Ordnung durchgeführt werden soll.

image

 

Th.1. Ordnung
Die Berechnung erfolgt nach DIN EN 1993-1-1, 5.2.2 (3c).
Neben den Spannungsnachweisen wird ein Biegeknicknachweis und ein Biegedrillknicknachweis geführt.
Th.2. Ordnung
Die Berechnung erfolgt nach DIN EN 1993-1-1, 5.2.2 (3a) mit den Schnittgrößen des Gesamtsystems nach Th.2. Ordnung.

Querkraftbewehrung im Fundament


 

Nach EN 1992-1-1 6.2.2 können Bauteile auch ohne Querkraftbewehrung ausgeführt werden, wenn Vrd,c einen Grenzwert nicht überschreitet. In diesem Fall erscheint normalerweise im Ausdruck vom Fundament eine entsprechende Meldung. Um flexibel zu sein, kann die Querkraftbewehrung auch in diesen Fällen ausgedruckt werden. Diesen Ausdruck kann man auf dem Reiter „Bemessung“ bei den Bemessungsparametern anfordern.

image


Heute ist World Backup Day


Backups sind lästig und werden oft vernachlässigt. Das ist wie bei einer Versicherung. Erst einmal ist die nur teuer. Doch wenn es einen doch mal erwischt, ist man froh, sie abgeschlossen zu haben.

Beispielszenarien, in denen ein Backup hilfreich ist:

  • Erpressungstrojaner
  • Festplatte defekt
  • Versehentliches löschen

Wie ein sinnvolles Backup aussehen sollte, hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal beantworten.

Wer noch kein regelmäßiges Backup von seinen Daten angelegt hat, kann den heutigen Tag zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, wie wichtig die Daten sind, mit denen man den ganzen Tag arbeitet.