Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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So kommen Sie mit gespiegelten Achsen beim IFC-Import klar


Beim importieren von DWG (oder DXF) Daten können Sie angeben, ob eine oder mehrere der Achsen gespiegelt werden sollen.

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Der Grund dafür ist der, das wir immer wieder DWG-Dateien gefunden hatten, bei denen die vorliegenden Koordinatensysteme "interessant" waren.

Beim Import von IFC-Daten kann man zur Zeit nur eine Spiegelung der Z-Achse vornehmen.

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Wir hatten hier schlicht und ergreifend noch keinen Fall, bei dem auch andere Achsen hätten gespiegelt werden müssen.

Bis heute. (Anm.: Dieser Beitrag wurde Anfang Juni 2019 verfasst.). Für den Kunden natürlich blöd, denn er kam dann erstmal nicht ohne weiteres weiter. Wir werden die Sache mit dem Spiegeln der Achsen aber in einer kommenden Version der Baustatik vorsehen.

Bis dahin kann man sich aber mit einem Mittel behelfen, das schon von Anfang an in der Baustatik vorhanden ist: Die Geometrie-Manipulationsfunktionen. Dazu importiert man die Daten zunächst völlig unverändert, und wählt dann alles aus, was soeben importiert wurde. Im einfachsten Fall geht das mit "Bearbeiten –> Alles auswählen".

Diese Auswahl kann man dann geometrisch manipulieren, und einer der Möglichkeiten ist dabei das Spiegeln. Den Befehl finden Sie unter "Bearbeiten –> Geometrie –> Spiegeln". Der Befehl öffnet das folgende Fenster, und ab da ist das benötigte Vorgehen wohl selbsterklärend.

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So schnell sollte die Baustatik starten


Ihm Rahmen des technischen Supports sehe ich hin und wieder Kundenrechner, bei denen ich mich wirklich wundere, das die in der täglichen Praxis im Einsatz sind. Diese Hobel sind zum Teil derart langsam, ich hätte die schon vor Jahren an die frische Luft gesetzt.

Das äußert sich natürlich in der benötigten Zeit fürs rechnen, aber auch schon ganz einfach beim Start der Baustatik. Die sollt nämlich innerhalb weniger Sekunden vom Doppelklick aus Icon in den betriebsbereiten Zustand wechseln. Wenn das nicht so ist, ist was im Argen.

Mein Arbeitsrechner im Büro ist beispielsweise auch nicht mehr der Neueste und war auch nicht das Beste was man kaufen konnte, als der vor einigen Jahren angeschafft wurde. Und so sieht der Startvorgang bei mir aus:


Wenn das bei Ihnen länger dauert:

  • Sicherstellen, dass nicht sehr viele Reiter offen sind. (Jeder offene Reiter = ein Dokument das geladen und angezeigt werden muss)
  • Sicherstellen, dass Sie ein aktuelles Windows verwenden.
  • Sicherstellen, dass Sie eine SSD-Festplatte verwenden.
  • … das ist eigentlich schon alles

So kommen Sie von 2D nach 3D


Wenn Sie ein 2D-System (z.B.: Platte) haben, aber dann doch in 3D (Faltwerk) rechnen wollen, dann können Sie das auf Basis Ihrer 2D-Daten ganz einfach mit Hilfe der Zwischenablage tun. Und so gehts:



So funktioniert der IFC-Import in 2D-Dokumente der Baustatik


Im ersten Video zum IFC-Import habe ich gezeigt, wie Sie 3D-Daten aus einer IFC-Datei in ein räumliches Faltwerk importieren.


Der Import von IFC-Daten in die Baustatik führt nicht zwangsläufig dazu, das Sie 3D-Dokumente berechnen müssen. Statt dessen können Sie auch nur Teile der 3D-IFC Daten als 2D-Baustatik-Dokument berechnen. Hier ein Beispiel anhand einer Platte.




Probleme mit der Baustatik unter Windows 7 behoben


Letzte Woche Freitag haben wir die neueste Version der Baustatik veröffentlicht. Dabei handelte es sich um ein "großes" Update, bei dem auch die von uns mitgelieferten Pakete von Microsoft wie das .NET Framework upgedatet werden mussten.

Benutzer die noch Windows 7 einsetzen(*) hatten an verschiedenen Stellen Probleme mit dieser Programmversion. Im großen und ganze funktionierte alles, nur die Dienste, bei denen mit unserer Webseite "services.die.de" kommuniziert werden musste funktionierten nicht. So bekam man beispielsweise beim Abruf von neuen Lizenzen, beim abbuchen von Zeit mit dem TimeServer oder auch beim auflisten von online verfügbaren Makros eine Fehlermeldung. Die sagen ungefähr so aus:

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Alles in allem kein besonders großes Drama: Die Lizenzen kann man auch manuell herunterladen und die Zeitumbuchung ist auch telefonisch möglich. Trotzdem ärgerlich.

Die Probleme treten ab jetzt nicht mehr auf. Sie müssen dazu nichts installieren.

Was war passiert?

Mit dem Update wurde auch das verwendete .NET Framework upgedatet. Vorige Versionen der Baustatik verwendeten Version 4.6.1, die aktuelle Version verwendet 4.8. Die vorherige Version des Framework verwendete für die Verschlüsselung Version 1.2 von TLS. Das ist die Verschlüsselung, die bei der Kommunikation mit unserem Webserver verwendet wurde. Auf dem Webserver war eingestellt, das mindestens Version 1.2 verwendet werden muss. Das war auch kein Problem, da das die kleinste von allen verwendete Version war.

Beim Framework 4.8 (eigentlich schon seit 4.7, aber das haben wir nie verwendet) wollte man klüger sein und eben keine fest eingestellt Version mehr verwenden. Statt dessen verwendet man die "Default" Version des zugrunde liegenden Betriebssystems. Damit will man sicherstellen, das automatisch bessere Versionen verwendet werden, wenn die über das Betriebssystem verfügbar gemacht werden.

Im Fall von Windows 7 wurde das Gegenteil erreicht: Windows 7 kann zwar auch Version 1.1 und 1.2, aber der "Default" ist 1.0. Das ist dann auch die Variante die die Baustatik beim kommunizieren mit unserem "Services" Server verwendete – und da dieser nur Verbindungen per 1.2 annahm, wurden die Verbindungen abgelehnt. Daher die Fehlermeldungen und Probleme.

Wir haben auf dem Webserver  nun eingestellt, das auch (schlecht verschlüsselte) Verbindungen per TLS 1.0 erlaubt sind. Dadurch haben Anwender mit Windows 7 kein Problem mehr.

Was bedeutet das?

Für Kunden mit aktuellen Windows-Versionen ändert sich nichts: Dort wird sowieso von Haus aus mit TLS 1.2 kommuniziert. Wer noch Windows 7 einsetzt, kommuniziert mit schlechter Verschlüsselung. Das kann man aber ändern: Man kann die Default-Verschlüsselung von Windows 7 auch auf einen anderen Wert als TLS 1.0 stehen. Wie das geht steht mit einem dazu passenden Wizard hier:

Update to enable TLS 1.1 and TLS 1.2 as default



(*) Sollten Sie wirklich nicht länger tun. Der Support von Microsoft endet Anfang 2020. Tun Sie selbst einen Gefallen und kümmern Sie sich möglich bald um ein Windows-Update. Und bei der Gelegenheit: Direkt auch eine SSD-Festplatte besorgen. Smile


Bewehrung für Berechnung im Zustand II verlegen


In der Platte der Baustatik können auch die Verformungen im Zustand II berechnet werden. Dazu müssen unter anderem auch Matten und Rundstähle verlegt werden. Dieses Video zeigt was Sie dazu tun müssen.



Verbesserungen beim Importieren von IFC-Daten für BIM


Ab dem nächsten Update gibt es weitere Verbesserungen beim Importieren von IFC-Dateien. (Ich kann an dieser Stelle auch bereits ankündigen das wir im darauf folgenden Update auch mehr Dateien lesen können werden als bisher. Hin und wieder gibt es momentan Probleme, die werden dann weniger.)

So sieht das Fenster für den IFC-Import in Zukunft aus:

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In der Vorschau wird dabei der Teil des Systems dargestellt, der gerade ausgewählt ist. Auswählen reicht – man muss keinen Haken setzen. Ist man also auf der obersten Ebene, dann Sie das so aus:

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Wenn nur ein Teilsystem ausgewählt ist, gibt es auch nur noch dieses in der Vorschau:

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Das IFC-Dokument wird als Baumstruktur dargestellt, genau so, wie es auch ursprünglich modelliert worden war. Innerhalb des Baumes können Sie auch direkt erkennen, was die Baustatik mit den einzelnen Elementen beim importieren tun wird – oder zumindest versuchen wird.

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Es gibt drei unterschiedliche Icons: Wird das Icon für Faltwerkselemente angezeigt, dann wird die Baustatik versuchen, ein Faltwerkselement aus den IFC-Daten zu erzeugen. Bei einem "Stab" Icon, werden die Daten in einen Stab konvertiert. Beim dritten Icon werden nur Hilfspunkte und Hilfslinien erzeugt.

Die einzelnen Elemente im Baum haben jeweils ein Objektmenü. Damit können Sie das Element oder alle Unterelemente davon auswählen und abwählen.

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Bei Bedarf kann man auch alle Elemente aus- und abwählen, oder aber, Sie wählen "Objekte" aus – dann werden nur diejenigen Elemente des Baums ausgewählt, bei denen Faltwerkselemente oder Stäbe entstehen, aber nicht solche, bei denen nur Hilfspunkte und Hilfslinien vorliegen.

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Sobald eines oder mehrere Elemente im Baum ausgewählt wurden (Haken gesetzt) zeigt die Vorschau nur noch diese Elemente an. Außerdem wird dann die Größe der zu importierenden Strukturen beim aktuellen Skalierungsfaktor berechnet und angezeigt.

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Neben dem Skalierungsfaktor können Sie auch noch eine Rotation um die Z-Achse angeben, oder das Gesamtsystem in die XZ-Ebene (für einzelne Wände) transformieren. Darüber hinaus können Sie noch die Z-Achse spiegeln lassen und einen Verschiebungsvektor für den Import angeben.

Zuletzt gibt es noch die Optionen für den "Import von…". Dabei geht es darum, was das Programm mit Elementen tun soll, die tendenziell in echte Baustatik-Objekte umgewandelt werden können. Von Haus aus wird alles einfach nur in Hilfspunkte und Hilfslinien konvertiert. Platten, Scheiben, Balken und Stützen können aber in Faltwerkselemente und Stäbe umgewandelt werden.

Das ist zwar schön – Sie müssen aber bedenken, das die IFC-Datei im Allgemeinen keine Achsdaten enthalten wird. Das sind aber die Daten, die für die Bildung des statischen Systems notwendig sind. Es wird nach dem Import daher immer notwendig sein, die korrekte Lage der importierten Elemente untereinander und im Raum zu kontrollieren und zu korrigieren. Weil dem so ist möchten Sie eventuell die automatische Umwandlung vermeiden und grundsätzlich nur Hilfspunkte generieren. Genau das ist mit dieser Option möglich.

Wenn aber echte Baustatik-Objekte erzeugt werden sollen, dann gibt es noch die Option "Achsen aufeinander abstimmen". Wenn diese Option eingeschaltet ist, dann versucht die Baustatik aus den vorliegenden Daten irgendwie brauchbare Achsdaten zu erzeugen – auch dann, wenn die vorliegenden Daten nur reines raten zulassen.

Was ist damit gemeint? Das hier: Alle abgebildeten Fälle sind Darstellungen von Schnitten, die wir in IFC-Dateien an Schnittstellen zwischen Platten und Wänden gefunden haben. Was es nie gibt sind Achsen, beim kombinieren der Wände mit den Decken sind der Phantasie hingegen offenbar keine Grenzen gesetzt.

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Besonders schön ist natürlich der letzte Fall (Man darf bei der Betrachtung der Ansichten nicht vergessen, das diese Daten ja räumlich vorliegen!). Jedenfalls versucht die Baustatik, aus all diesen Fällen vernünftige Achsen zu erraten. Daher nochmal: Hinterher besser prüfen. Smile

Import in 2D-Dokumente

Natürlich können Sie die 3D-Daten aus dem BIM Modell auch in 2D-Modelle der Baustatik einladen. Dabei müssen gegebenenfalls Achsen und Ebenen transformiert werden.

Beim Import in die Platte ist es beispielsweise egal, auf welcher Z-Ebene die Ausgangsdaten liegen: Im Platten-Dokument liegen die importierten Elemente bei Z=0:

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