Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Bewehrung in Stäben verlegen


Gestern hatte ich kurz erklärt, wie man in der Baustatik Matten und Rundstahl in Platten verlegt. Die dort erwähnten Verlegebereiche gibt es aber auch bei Stäben: In den Verlegebereichen für Stäbe können Sie definieren, wieviel Rundstahl verlegt werden soll. Genau wie bei der Platten bzw. den Faltwerkselementen gehen die Verlegebereiche in die Berechnungen im Zustand 2 ein.

Um Verlegebereiche für Stäbe zu definieren, gibt man zunächst an, welche Stäbe davon betroffen sein sollen. Die kann man einfach in der Graphik auswählen. Das Resultat davon ist eine Liste von Stäben oder Unterzügen. (Im Bild handelt es sich nur um den Stab ‘1’). Außerdem legt man hier fest, auf welche Art die Angabe der Bewehrung erfolgen soll: Das kann entweder über die Querschnittsfläche sein, oder man gibt Anzahl und Durchmesser an.

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Auf dem zweiten Reiter definieren Sie dann die zu verlegende Bewehrung: Das Programm zeigt dazu eine Graphik mit dem Verlauf der benötigten Bewehrung an, in den der Verlauf der verlegten Bewehrung eingefügt wird.

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Der AS-Gehalt kann auf mehrere Arten definiert werden. Zum einen gibt es eine Grundbewehrung, die dann über den ganzen Stab verteilt wird,. Zum anderen können Sie auch Bereiche mit festgelegtem Bewehrungsgehalt definieren: Diese Bereiche gehen nicht über den ganze Stab, sondern werden über ihre Startposition und Endposition festgelegt. Bei der Menge der einzulegenden Bewehrung können Sie entweder einen Wert in cm² angeben – oder Sie verwenden Angaben wie “2D8” (siehe Bild): das Programm rechnet diese Angabe dann automatisch in den tatsächlichen Gehalt um.


Matten und Rundstahl direkt in der Platte verlegen


Bei den Dokument-Typen “Platte”, “Scheibe” und “Faltwerk” in der Baustatik kann man direkt als Teil der Eingabedaten auch Matten und Rundstähle verlegen. Das funktioniert über die Verlegebereiche. Mit einem Verlegebereich definiert man ein Polygon, in dem dann eine bestimmte Matte oder ein Rundstahl verlegt werden soll. Dazu gibt man die typischen Parameter wie die Art der Matte und deren Richtung oder die Durchmesser und Abstände an. Außerdem legt man fest, ob der Bereich für die obere oder untere Bewehrung gedacht ist.

Das ganze sieht dann in etwa so aus:

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Wurde ein Verlegebereich definiert, fließt der so verlegte Stahl auch in die Berechnung im Zustand 2 ein. Damit man hinterher noch den Überblick hat, welche der nun diversen AS-Ergebnisse eigentlich angezeigt werden, hat das Fenster zur Auswahl der anzuzeigenden Ergebnisse eine Erweiterung für die Verlegebereiche. Dort kann man dann auswählen, Ob man die Bewehrung aus den Verlegebereichen, die Bewehrung für Zustand 2, die erforderliche und nicht durch Verlegebereiche abgedeckte Bewehrung oder die für die Betrachtung in Zustand 2 fehlende Bewehrung anzeigen will.

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Dickes Lob für Host Europe


Wir betreiben große Teile unserer Infrastruktur in Microsofts Azure, es gibt aber eine große Ausnahmen: Unser Mailserver. Der läuft als dedizierter Server bei Host Europe, und das schon ziemlich lange. In all den Jahren hatten wir nur 2x ein Problem – in beiden Fällen eines, das auf einen Hardwareschaden zurückzuführen war. Und in beiden Fällen gab es einen ganz ausgezeichneten Support ohne Wartezeiten in irgendwelchen Telefonischen Warteschlangen. Auch der Support per Email ist prompt, wie ich heute gelernt habe: Circa 15 Minuten nach dem versenden meiner Problembeschreibung hatte ich nicht nur eine Mail die den Eingang bestätigte – es war auch schon ein Mitarbeiter tätig geworden und hatte das Problem (das ich in diesem Fall selbst verschuldet hatte) beseitigt.

Bin vollständig zufrieden und jederzeit bereit, Host Europe weiterzuempfehlen.


Kleine Erweiterung der Lastweiterleitung


Wenn man in der Baustatik die Lastweiterleitung zwischen Einzeldokumenten verwendet, dann werden die dadurch entstehenden Einwirkungen als importierte Einwirkungen gekennzeichnet. Die Menge der Informationen über die Art und Weise des Imports kann man dabei recht flexibel gestalten. Im einfachsten Fall ist die Einwirkung nur als importierte Einwirkung gekennzeichnet, man kann aber aber die Quellastfälle und –Lager im Protokoll mit ausgeben. In der Graphik werden solche Einwirkungen farblich markiert und mit einem Doppelklick kommt man auch sofort an alle darüber hinausgehenden Informationen.

Was bisher gefehlt hat ist eine Auflistung aller Dokumente, aus denen Einwirkungen importiert wurden. Das gibt es aber ab dem nächsten Update: Das Protokoll der Eingabedaten enthält dann eine Auflistung aller Dokumente (Positionen) aus denen Einwirkungen importiert wurden. Und so sieht das dann aus:

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Münchner Anwenderstammtisch


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Der nächste Münchner Anwenderstammtisch findet am Montag den 13.11.2017 statt. Ort ist das Wirtshaus Maxvorstadt, Zeit ist 19:00 und eingeladen ist wie immer jedermann. Wir haben natürlich auch einen Rechner vor Ort, damit anfallende Frage direkt geklärt werden können.


Kommende Attraktionen


Ab dem nächsten Update hat die Baustatik eine Erweiterung im Fenster für die Definition von Bewehrungsanordnungen.

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Der Button “Alle gleich” setzt alle Achsabstände auf den Wert, der bei “oben X” eingetragen wurde. Man braucht also oft nur noch eine Zahl einzugeben und einmal mit der Maus klicken, um alle 8 Felder auszufüllen.

Bei der Grundbewehrung kann man eine Matte auswählen, und der Bewehrungsgehalt der Matte wird dann bei den Felder für die Grundbewehrung eingetragen. Handelt es sich um eine Matte mit unterschiedlichem Bewehrungsgehalt in beiden Richtungen, kann man mit dem “90°! Button dafür Sorge tragen, da die Werte für X und Y vertauscht werden.

Die zuletzt ausgewählte Matte wird natürlich gemerkt – mit etwas Glück braucht man also beim nächsten Mal nur auf den Button mit der Mattenbezeichnung zu klicken: Das führt dazu, das die Werte der im Button angezeigten Matte in den entsprechenden Feldern eingetragen werden.

Wenn alles normal läuft kommt das Update gegen Ende des Monats.


Wir sind momentan echt schlecht zu erreichen


Wie das immer so ist: Wenn irgendwas nicht rund läuft, dann auch gleich richtig. Seit gestern funktioniert unsere Telefonanlage in der Oberhausener Zentrale nicht mehr: Laut Betreiber ist der Grund ein Blitzschlag. Dummerweise fällt diese Störung genau in den Zeitraum eines Anbieterwechsels. Die Nummer wird gerade vom alten auf den neuen Provider portiert – und ich fürchte das der alte Provider keine besonders großen Anstrengungen unternimmt, um die Sache wieder ans laufen zu bringen. Aus diesem Grund haben wir eine Notfallnummer eingerichtet. Sie erreichen uns telefonisch zur Zeit unter der 0208 / 77 89 10 69.

Damit nicht genug: Heute ist dann auch unser Mailserver ausgefallen Sad smile. Den Grund für diesen Ausfall kennen wir noch gar nicht, aber den Mailserver warten wir selbst – ich gehe darum zur Zeit davon aus, das wir zumindest dieses Problem im Laufe des Tages klären können.


Montag: Stammtisch


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In kleiner aber netter Runde fand am Montag der Münchner Anwenderstammtisch statt. Der Termin für den nächsten steht noch nicht fest, wird aber wie immer auf unserer Webseite veröffentlich, sobald sich das ändert.


Das monatliche Update ist nun verfügbar


Das Juli-Update der Baustatik ist ab sofort im Download-Bereich verfügbar. Alle Änderungen finden sich wie immer im Update-Protokoll. Dieses Update ist deutlich weniger umfangreich als das normalerweise bei uns der Fall ist. Grund dafür sind andere Arbeiten an der Software, die zu umfangreich sind, als das sie in den normalen monatlichen Update-Zyklus reinpassen.

Eine der Änderungen liegt mir besonders am Herzen: Das Fenster für die Versionskontrolle löscht alte Versionen von Dokumenten nun nicht mehr sofort nach der Auswahl, sondern erst dann, wenn das Fenster mit “OK” geschlossen wird. Bisher war es so, das man sehr vorsichtig sein musste – ansonsten konnte man schnell eine alte Version verlieren, die man gar nicht löschen wollte. Nachdem die Versionsverwaltung kein “Undo” hat, war das schon ein bisschen sehr grenzwertig. So wie es jetzt ist, scheint mir die Sache deutlich runder zu sein.