Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Ein paar Details zum Server-Umzug

Ich habe den Umzug heute Nacht durchgeführt – natürlich nach einiger Vorarbeit in der letzten Woche. Es stellt sich die Frage: Was macht so einen Umzug eigentlich aus?

In der Theorie nicht besonders viel: Alle (relevanten) Dateien vom alten Server müssen auf den neuen Server kopiert werden, und dann muss man sich kümmern das beim Aufruf von “www.die.de” nicht mehr der alte, sondern der neue Server gefunden wird.

In der Praxis ist das aber leider ein bisschen anders. Es fängt damit an, das der neue Server nicht nur neue Hardware, sondern auch neue Software verwendet. Darum mussten eine ganze Menge an Dingen angepasst werden: Auf www.die.de laufen diverse Programme: Zum Beispiel die Blog-Software (Wir verwenden nun blogengine.net), die Software für die Zeitverwaltung für Work&Cash , die Forums-Software und diverse andere Dinge. Außerdem gibt es natürlich noch die Downloads, den Update-Service, den Dienst für das Melden von Fehlern etc. pp..

Das war natürlich schon alles vorbereitet: Das richtige Problem war, ein “günstiges” Zeitfenster zu finden – ich wollte vermeiden. Der Grund dafür ist der, das der Webserver auch diverse Funktionen hat, die für die tägliche Arbeit bei uns im Oberhausener und im Münchner Büro wichtig sind – zeitgleich war es wichtig, das alle Kunden nur ein möglichst kurzes Zeitfenster hatten, in dem kein Zugriff auf die Zeitdatenbanken herrschte.

Die gesamte Software war also “offline” umstellbar – die Datenbanken mussten aber weiterhin auf dem alten Server im Betrieb bleiben, und dann “möglichst schnell” auf den neuen kopiert werden: Direkt danach musste der Wechsel erfolgen.

Wie das immer so ist: Ich war ein bisschen betriebsblind. Die ganze letzte Woche war ich davon ausgegangen, das das am Ende so aussieht: Datenbanken auf dem alten Server anhalten. Datenbanken (und zwar mit ca. 3 GB Daten !) auf meine Workstation runterladen, und dann auf den neuen hochladen und verbinden – und dann umstellen.

Ich hatte daher mit einem einmaligen Download und einem einmaligen Upload von jeweils 3 GB gerechnet – und dafür eine ganze Nacht einkalkuliert. Bis es dann endlich dazu kam. Denn da fiel mir auf, das der neue und der alte Server im gleichen Rechenzentrum stehen – und eine Gigabit-Ethernet Verbindung haben. Ich konnte den ganzen Kram also einfach direkt vom alten auf den neuen Server kopieren – das dauerte dann auch statt der eingeplanten Stunden nur ein paar Minuten. Wenn ich da vorher dran gedacht hätte, hätte ich das ganze schon in der letzten Woche machen können :-).

Bleibt noch die Umstellung, die dafür sorgt, das der “neue” Server gefunden wird. Das geschieht per DNS-Änderung: Die DNS-Datenbank enthält Informationen darüber, unter welcher IP-Adresse welcher Rechner zu finden ist. Fürs führen unserer DNS-Informationen haben wir einen Dienstleister – und den hatte ich letzte Woche schon darum gebeten, die Haltbarkeitszeit für die DNS-Daten von www.die.de zu reduzieren: Statt der normalen Haltbarkeitszeit von 24 Stunden, waren die Daten nur noch für 5 Minuten gültig.

Im Wesentlichen bedeutet das, das alle Clients – also jeder, der www.die.de verwenden will – alle 5 Minuten erneut nachsehen, welche IP-Adresse denn die “richtige” ist. Heute morgen wurde dann die alte IP durch die neue ausgetauscht, und seit circa 10 Uhr müsste eigentlich jedermann den neuen Server sehen.

Falls irgendwas doch nicht geht: Bitte kurz eine Mail an mich :-)

Comments are closed