Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Wie kontrolliert man die Netzerzeugung

Bevor wir uns in der Baustatik um die FE-Netze gekümmert haben, hatten wir ja schon reichlich Erfahrung mit diesem Thema auf Basis unseres alten Plattenprogramms Xpla. Diese Erfahrung ist in die Gestaltung der Faltwerkselemente in der Baustatik eingeflossen – und zwar mit dem Ergebnis das man im Normalfall nie Einfluss auf die Netzgenerierung nehmen muss. Das hat sich in der Praxis der letzten Jahre auch als richtig erwiesen – es ist in der Tat normalerweise nicht notwendig, das Netz manuell zu beeinflussen.

Man kann allerdings schon ein wenig Einfluss nehmen, wenn man das unbedingt will. Zum einen gibt es da den Parameter der maximalen Netzkantenlänge: Der bestimmt, wie groß eine Netzkante maximal werden soll. Dieser Parameter befindet sich bei den Eigenschaften der Faltwerkselemente unter dem Reiter “FE-Netz”.

Eine zweite Möglichkeit besteht darin, Zwangslinien zu definieren. Zwangslinien sind Linie, die von Netzkanten nicht geschnitten werden – funktionieren also in etwa wie FEM-Plattenkanten: Nur braucht man eben keine Platte, sondern kann die Zwangslinien hinlegen, wo immer man möchte. (Erzeugen –> Faltwerkselemente –> Zwangslinien)

Weil in diesem Zusammenhang auch eine weitere Frage aufgetaucht war: Das FE-Netz ist von Haus aus auch nicht sichtbar (weil es eigentlich keine wirklich hilfreiche Information darstellt.). Man kann es aber trotzdem darstellen lassen. Ob des Netz dargestellt wird oder nicht, legt man über “Optionen –> Einstellungen –> Faltwerkselement –> FE-Netz –> Netz ist sichtbar” fest.

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Comments (2) -

  • Olaf Gerhardt

    2/20/2012 10:21:50 AM |

    Hallo,
    die Möglichkeit einer Netzverdichtung bei Einzellagern, bei Punktstützen, Wandenden bei Deckenplatten o.ä. wäre meine Erachtens nach wie vor  eine wichtige Sache. Für eine Auswertung und die Genauigkeit  wegen des steilen Momentenverlaufes auch hinsichtlich einer Momentenausrundung  ist ein enges Netz wichtig und wird bisweilen von Prüfern gar gefordert. Das zwingt den Anwender bei großen Systemen z.B. alle Deckenplatten mit kleinen Netzen zu versehen, was aber den Rechenaufwand deutlich erhöht. Bei einer Netzverdichtung wie bei XPLA war es möglich hier allgemein größere Netzweiten zu erzeugen, was im Feld einer normalen Geschossdecke ja hinreichend genau ist, und trotzdem die Stützenbereiche genauer auswerten.
    Vielleicht gibt es ja in Zukunft wieder mal diese Option. Also ich würde dies begrüßen. Bis dahin hilft einem bei Punktsütztungen glaube ich nur das enge Raster für das Element, da Zwangslinien hier kaum dienlich sind und einen höheren Eingabeaufwand erfordern.

    M.f.G Olaf Gerhardt

  • twoelfer

    2/20/2012 10:31:05 AM |

    Hallo Herr Gerhardt.

    Ich habe gerade einen "case" dafür aufgemacht: Wir schauen uns auf jeden Fall an, wo und wie wir sowas zur Verfügung stellen können. (Sie haben natürlich recht das der Rechenaufwand mit feinerem Netz höher wird - andererseits ist die Rechengeschwidigkeit im Vergleich zu Xpla derart viel höher, das das m.a.n. oft vernachlässigbar ist...)

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