Am Wochenende bin ich bei Wesel an einer 380‑kV‑Leitung von Amprion vorbeigekommen und habe ein für mich ungewohntes Fundamentdetail gesehen: Der Stahlgittermast steht auf einem massiven Stahlträgerrost über Geländeniveau, der mit gestapelten Betonblöcken ballastiert wird – kein klassisches, im Boden einbindendes Block‑ oder Einzelfundament.
Spannend fand ich: Die Masten wirken nicht provisorisch, sondern so, als stünden sie dort schon länger. Offenbar werden solche ballastierten Lösungen nicht nur als kurzfristige Baustellen‑Provisorien eingesetzt, sondern – bei entsprechendem Nachweis – auch für langfristige bzw. dauerhafte Betriebszustände genutzt, etwa wenn Erdarbeiten aus Umwelt‑ oder Baugrundgründen unerwünscht sind.

