In der Baustatik kann man ein Faltwerkselement mit einer Temperatureinwirkung belasten. Diese Temperatureinwirkung kann entweder eine Längenänderung oder eine Biegung hervorrufen. In einem meiner letzten Videos habe ich über die Längenänderung gesprochen.

In diesem Video

biegung-durch-temperatureinwirkung
spreche ich über die Biegung.

Eine Biegung entsteht, bei unterschiedlicher Temperatureinwirkung von oben oder unten.

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Mit der Eingabe einer positiven Temperaturdifferenz scheint z.B. die Sonne von oben auf unser Faltwerkselement. Dadurch verformt sich das Faltwerkselement noch oben.

Dies geschieht entgegen der Verformung aus dem Eigengewicht.

Bei der Eingabe als Biegung entstehen weder für das Eigengewicht noch für die Temperatur → Normalkräfte.

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Die Welt sieht anders aus für die Verformung in Z- Richtung.

Bei den Ergebnissen für die Verformungen aus dem Eigengewicht sehen wir die erwartete Verformung in Z- Richtung.

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Die Verformungen aus der positiven Temperatureinwirkung wirken dagegen in den negative Z- Richtung.

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Hier handelt es sich um einen spannungsfreien Verformungszustand.


Entstehen durch eine zusätzliche Lagerung Zwängungen, haben diese Zwängungen wieder Folgen für die Ergebnisse.

Betrachten wir die Normalkräfte.

Obwohl in dem rechten System ein zusätzliches Lager, in der Mitte des Faltwerkselements, für Zwängungen sorgt, entstehen weder für das Eigengewicht noch für die Temperatureinwirkung Normalkräfte.

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Beide Faltwerkselemente weisen für das Eigengewicht eine Verformung in die Z- Richtung auf. Da das zusätzliche Lager der Verformung nach oben entgegenwirkt, ist die Verformung im rechten System um einiges geringer als im linken.

Globale Verformung ohne Temperatur:

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Globale Verformung mit Temperatur – Biegung:

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